undo what hurts so bad
undo my pain
Paris
Prince of Troja
Noch bevor er das Licht der Welt erblicken sollte, war das Schicksal des einstigen Prinzen an eine Prophezeiung gebunden, die ihn zu einem der bekanntesten Männern seiner Zeit machen sollte. Ein Schicksal, von dem er heute nicht mehr das Geringste weiß. Dass er derjenige war, der den Untergang Trojas herbeigeführt hatte? Die brennende Fackel, die so viele Menschen ihr Leben kosten und eine ganze Stadt zerstören soll? Dass er es ist, auf dessen Schultern eigentlich die Last ruht, dass die Stadt in Blut und Feuer untergegangen ist? Es ist nichts, woran er sich erinnern kann. Und auch nichts, was für ihn Bedeutung hat in dem Moment, in dem er das erste Mal nach vielen Jahren des Todes das erste Mal wieder die Augen öffnet. Denn das, was wirklich in seinen Fokus tritt sind die Bilder, die er jede Nacht in seinen Träumen sieht. Bilder von Zerstörung und Blut, von Kämpfen und dem Fall einer Welt, wie er sie einst gekannt hat, sich aber nicht mehr an diese erinnert. Bilder, die er nicht zuordnen kann und die ihn quälen. Bilder, die ihn an etwas erinnern sollen, das er nicht zuordnen kann und die an jedem Tag aufs Neue vor seinen Augen verschwimmen, bis sie ihn des Nachts wieder einholen und der Kreislauf von neuem Beginnt. Bilder des Krieges, Bilder des Todes – und die Bildervon zwei Frauen, die so unabwendbar mit seinem Schicksal verbunden waren und die er doch nicht zuordnen kann. Weil er keine Namen kennt und nicht weiß, was sie bedeuten und die so oft überschattet werden von diesem Schmerz, der seinen Körper erfüllt. Manchmal, da ist es nur ein Stechen in seiner Seite. Manchmal ist es aber auch nur das Kribbeln unter seiner Haut. Und manchmal, da ist es unerträglicher Schmerz, der ihn in die Knie zwingt und ihm die Luft zum atmen raubt, dass dort dieses Gefühl ist zu ersticken. Es ist auch dieser Schmerz, der ihm glauben lässt, dass diese Bilder mehr bedeuten. Das es nicht einfach nur Träume sind, die ihn heimsuchen, sondern so viel mehr, dass er es sich zur Aufgabe macht herausfinden zu wollen, wer er eigentlich ist. Denn er hat keinen Namen, keine Herkunft, keine Vergangenheit auf die er sich stützen kann, sondern nur Träume die ihn heimsuchen und in ihm das Gefühl erwecken, dass dort draußen so viel mehr ist als das wenige, was er weiß. Oder vielmehr glaubt zu wissen, denn am Ende von allem, da weiß er nicht das Geringste.
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Hier wäre, finally, mein Beitrag zur Troja-Crew, den ich gerne einmal vorstellen würde und für den ich mich, unabhängig von denen mit denen ich bereits kurz gesprochen habe, noch über Anschluss freuen würde. Ich denke hier würde sich – oder eher, sehr sicher :D – gutes Konfliktpotential anbieten – aber vielleicht gibt es ja sogar irgendjemanden, der ihn irgendwann mal „mag“. Konzepttechnisch würde ich ihn gerne, wenn seine Erinnerungen irgendwann zurück kehren über Bilder und Gefühle, die damit verbunden sind, mit seiner Vergangenheit konfrontieren. Damit, was er getan hat. Wie viel Schmerz er eigentlich über die Menschen gebracht hat damit, dass er war, wie er nun einmal war. Damit, dass er eine ganze Stadt dem Untergang nahe gebracht hat und auch, dass er aus Egoismus Herzen gebrochen hat. Er soll irgendwann Reue spüren für das, was passiert ist, auch wenn er selbst für die Prophezeiung eigentlich nicht mal was kann, an der Erfüllung dieser trug er ja durchaus die Schuld. Was jetzt nicht heißt, dass er in der Konfrontation mit seiner Vergangenheit als gebrochener Mann hervorgehen soll, aber er soll spüren was er getan hat und auf dem Weg dahin würde ich ihn gerne begleiten. Auch wenn das natürlich niemals sichert, dass er am Ende nicht dennoch wieder irgendwelche Dummheiten begeht oder der Meinung ist, dass es schon okay ist sich zu nehmen was man will, einfach, weil man es nun einmal kann.




