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		<title><![CDATA[veil of olympus - Vorstellungen]]></title>
		<link>https://veilofolympus.de/</link>
		<description><![CDATA[veil of olympus - https://veilofolympus.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 11:07:26 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Damned to tell the truth - Kassandra von Troja]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=196</link>
			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 16:59:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=8">Persephone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=196</guid>
			<description><![CDATA[<div class="voo-postheader-ornament"> <div class="voo-postheader-ornament-title"> Damned to tell the truth </div> <div class="voo-postheader-ornament-meta"> Kassandra von Troja. Priesterin. Prophetin. Wahnsinnige.</div>
<br />
<div style="text-align: justify; width: 580px; margin: auto; padding: 0;">
Homer nannte sie so schön, dass sie Aphrodite Konkurrenz machte; doch keine schöne Frau in der Mythologie hatte je ein glückliches Ende. Es war jedoch nicht Aphrodite, die sie im Zorn strafte, sondern die Liebe eines Gottes: Apollon, Gott der Prophezeiungen. <br />
<br />
Kassandra wurde als Zwilling geboren; ihr Bruder Helenos nur wenige Minuten nach ihr. Es war schon im Kindesalter, als Kassandra wusste, dass sie anders war. Immer still, immer eigenbrötlerisch, und immer ein wenig... merkwürdig. ﻿<br />
﻿Kassandra hörte den Ruf Apollons und ließ sich als eine seiner Priesterinnen weihen, um dem Gott fortan zu dienen. ﻿<br />
﻿Wenig wusste sie, was sie damit heraufbeschworen hatte. <br />
<br />
Apollon, verliebt die in die junge Frau, schenkte ihr die Gabe der Voraussicht, in der Hoffnung, dass sie sich ihm hingibt, doch Kassandra weigerte sich. Wieso wusste sie in diesem Augenblick selbst nicht. Vielleicht war es die plötzliche Furcht von dem, wovor alle Frauen sie gewarnt hatten, vielleicht war es auch die Angst, beschmutzt zu werden und dem Gott trotz dessen, dass er sie verführen wollte, nicht mehr würdig zu sein. ﻿<br />
﻿Doch Apollon konnte ihr die Gabe nicht mehr nehmen, und stattdessen verfluchte er sie, dass niemand ihren Aussagen mehr Glauben schenken würde... und verließ sie, trotz ihres Flehens und der Gebete. ﻿<br />
﻿Kassandra brachte Helenos das Weissagen bei, in der Hoffnung, dass man wenigstens ihm glauben würde... doch waren seine Visionen nicht die von Leid und Zerstörung, die seine Zwillingsschwester plagten. <br />
<br />
Ihr lange totgeglaubter Bruder Paris war nach Troja zurückgekehrt und in der Wiedersehensfreude schickten sie ihn nach Sparta um zu verhandeln - und er brachte die Königin von Sparta, Helena, mit sich. ﻿<br />
﻿Kassandra wusste sofort, was dies bedeutete - der Bruder brachte die Fackel mit sich, die Troja in Brand stecken sollte. Vergeblich warnte Kassandra, die Spartanerin wieder zurückzuschicken, doch der Stolz Trojas ließ es nicht zu... und so begann der Untergang. <br />
<br />
Über das Jahrzehnt hinweg, über das sich der Krieg ziehen sollte, wurde Kassandra klar, was Apollons Fluch bedeutete. Immer warnte sie vergeblich vor dem Tod und Zerstörung, und nach und nach fielen ihre Brüder. ﻿<br />
﻿Und als die Griechen doch scheinbar abzogen und nur ein hölzernes Pferd als Opfergabe an Poseidon für die sichere Heimfahrt hinterließen, waren es Kassandra und Laokoon die vor der List warnten. Laokoon wurde mit seinen Söhnen getötet, aber die Götter sahen Kassandra wohl nicht als Gefahr an, da man ihr ohnehin nicht glaubte. Immerhin hielten die Trojaner sie selbst auf, als sie mit Fackel und Axt das Pferd zerlegen wollte. Kassandra war doch wahnsinnig. <br />
<br />
Und in der Nacht, als alles siegestrunken schliefen, brachen die Griechen aus und die Stadt kam zu Fall. Kassandra hatte sich in den Tempel der Athene geflüchtet und flehte die Göttin um Schutz an, doch Ajax der Lokrer verging sich an ihr und beschwor damit den Zorn der Göttin herauf. Doch es war für Kassandra kaum von Trost, denn Agamemnon beanspruchte sie als Sklavin und Konkubine, und brachte sie nach Mykene. ﻿<br />
﻿Kassandra sagte ihm, dass er sterben würde. Kassandra sagte ihm, dass sie ebenso sterben würde. Doch warum sollte Agamemnon einer Frau wie ihr glauben? ﻿<br />
﻿Und in Mykene, ehe sie wissentlich in den Tod ging und Klytaimnestra sie tötete, sah sie noch ein letztes Mal auf zu ihrem Apollon, ihrem Zerstörer. <br />
<br />
<center>_________</center><br />
<br />
Die junge Frau mit wirrem Haar, die einen Dialekt sprach, den man nicht erkannte, konnte nicht einmal ihren Namen nennen. Ein Bauer hatte sie in einem Feld unweit von Mykene gefunden und sie mit zu seiner Frau und seiner Tochter genommen, damit sie sie versorgen konnten. Wahrscheinlich nur eine Verrückte, die man ausgesetzt hatte, doch sie empfanden Mitleid mit ihr und halfen ihr zumindest so weit, dass sie wieder selbstständig auf den Beinen stehen konnte.<br />
<br />
Woher sie kam, konnte sie ihnen nicht sagen. Ebenso wenig, wie lange sie dort gelegen hatte oder weshalb sie überhaupt noch lebte. Sie erinnerte sich weder an eine Familie noch an eine Heimat, und selbst ihr eigener Name lag außerhalb ihrer Reichweite. Nur manchmal kamen Bilder. Feuer. Eine Stadtmauer. Das Meer unter einem roten Himmel. Ein Pferd, das keines war. Männer, deren Gesichter sie nicht kannte und um deren Tod sie dennoch trauerte.<br />
<br />
Was die drei Narben unter der linken Brust bedeuten, weiß niemand genau, die junge Frau vor allem nicht. Sie sehen alt und verheilt aus, obwohl sie sich nicht daran erinnern kann, jemals verletzt worden zu sein. Manchmal schmerzen sie. Besonders dann, wenn sie träumt.<br />
<br />
Vielleicht war es deshalb leichter, einen neuen Namen anzunehmen, als nach dem alten zu suchen.<br />
<br />
<center>_________</center><br />
<br />
— Kassandra besitzt kaum bewusste Erinnerungen an ihr früheres Leben. Ihre Vergangenheit zeigt sich eher in körperlichen Reaktionen und Instinkten. Ein bestimmter Geruch macht ihr plötzlich übel, bei Pferden wird sie unruhig, ohne zu verstehen weshalb. Tempel geben ihr gleichzeitig ein Gefühl von Sicherheit und eine unerklärliche Beklemmung. Der Klang einer Sprache, die sie eigentlich nicht kennen dürfte, fühlt sich vertrauter an als die Sprache, die sie heute spricht. Sie lernt das Griechisch, das im 4. Jahrhundert gesprochen wird, langsam, und es fällt ihr schwer, sich auszudrücken. <br />
— Namen können Trauer, Zorn oder Zuneigung hervorrufen, lange bevor sie sich daran erinnert, wem sie gehörten. Manche Namen sind vielleicht gängiger, vielleicht aber auch die Namen von Göttern... oder wenn jemand auf die Idee kommt, Homer zu singen. <br />
— Die Visionen waren früher klar: Kassandra hat die Schiffe in der Bucht gesehen, ehe sie da waren. Sie hat Troja brennen sehen. Heute sind die Visionen Fragmente; und Kassandra weiß nicht, ob es Visionen, Erinnerungen oder Alpträume sind.<br />
—  Ich möchte damit an ein Konzept anknüpfen, ohne es direkt so... zu spielen, sondern es vor allem thematisch zu behandeln. :D Was ist, wenn sich durch ihren Tod ihre Gabe so fragmentiert hat, dass das direkte Raum-Zeit-Kontinuum infrage kommt, und sie eben Visionen und Voraussicht als Erinnerungen sieht. Überlagerungen, Fetzen und alles kommen durcheinander. Gerade für's Inplay ist das interessant, weil da ja auch dieses Allwissende schlecht gespielt werden kann. <br />
— Natürlich glaubt man einer Wahnsinnigen nicht. Apollons Fluch vergeht nicht so einfach. Es braucht aber nicht einmal einen übernatürlichen Fluch, damit man Kassandra als verrückt ansehen würde. Sie redet von Feuern!<br />
— Als Anknüpfungspunkte bestehen natürlich die Charaktere, die am Trojanischen Krieg teilgenommen haben, Götter und Heroen! Ich habe es mir bei Kassandra so gedacht, dass Erinnerungen mit Visionen einhergehen und die Zusammenkunft triggert, aber eben ohne, dass sie weiß, was und warum so passiert. <br />
Spannend fände ich es auch, wenn Kassandra in einem Tempel nach einer Antwort sucht, egal welche Götter! — Vielleicht wird ihr anscheinender Wahnsinn von anderen Sterblichen als Zeichen gedeutet, und dadurch bei Göttern um Antworten sucht... nicht unbedingt bei den Richtigen. <br />
— Irgendwann wird es sie nach Ilion ziehen. Sie braucht Mitreisende. Und was ist besser als die, die Gegend eh kennen? Trojanischer Krieg 2.0 Electric Boogaloo!<br />
<br />
<br />
<br />
Das waren mal meine groben Ideen und ich freue mich über jede Art von Anschluss <3﻿<br />
﻿<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="voo-postheader-ornament"> <div class="voo-postheader-ornament-title"> Damned to tell the truth </div> <div class="voo-postheader-ornament-meta"> Kassandra von Troja. Priesterin. Prophetin. Wahnsinnige.</div>
<br />
<div style="text-align: justify; width: 580px; margin: auto; padding: 0;">
Homer nannte sie so schön, dass sie Aphrodite Konkurrenz machte; doch keine schöne Frau in der Mythologie hatte je ein glückliches Ende. Es war jedoch nicht Aphrodite, die sie im Zorn strafte, sondern die Liebe eines Gottes: Apollon, Gott der Prophezeiungen. <br />
<br />
Kassandra wurde als Zwilling geboren; ihr Bruder Helenos nur wenige Minuten nach ihr. Es war schon im Kindesalter, als Kassandra wusste, dass sie anders war. Immer still, immer eigenbrötlerisch, und immer ein wenig... merkwürdig. ﻿<br />
﻿Kassandra hörte den Ruf Apollons und ließ sich als eine seiner Priesterinnen weihen, um dem Gott fortan zu dienen. ﻿<br />
﻿Wenig wusste sie, was sie damit heraufbeschworen hatte. <br />
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Apollon, verliebt die in die junge Frau, schenkte ihr die Gabe der Voraussicht, in der Hoffnung, dass sie sich ihm hingibt, doch Kassandra weigerte sich. Wieso wusste sie in diesem Augenblick selbst nicht. Vielleicht war es die plötzliche Furcht von dem, wovor alle Frauen sie gewarnt hatten, vielleicht war es auch die Angst, beschmutzt zu werden und dem Gott trotz dessen, dass er sie verführen wollte, nicht mehr würdig zu sein. ﻿<br />
﻿Doch Apollon konnte ihr die Gabe nicht mehr nehmen, und stattdessen verfluchte er sie, dass niemand ihren Aussagen mehr Glauben schenken würde... und verließ sie, trotz ihres Flehens und der Gebete. ﻿<br />
﻿Kassandra brachte Helenos das Weissagen bei, in der Hoffnung, dass man wenigstens ihm glauben würde... doch waren seine Visionen nicht die von Leid und Zerstörung, die seine Zwillingsschwester plagten. <br />
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Ihr lange totgeglaubter Bruder Paris war nach Troja zurückgekehrt und in der Wiedersehensfreude schickten sie ihn nach Sparta um zu verhandeln - und er brachte die Königin von Sparta, Helena, mit sich. ﻿<br />
﻿Kassandra wusste sofort, was dies bedeutete - der Bruder brachte die Fackel mit sich, die Troja in Brand stecken sollte. Vergeblich warnte Kassandra, die Spartanerin wieder zurückzuschicken, doch der Stolz Trojas ließ es nicht zu... und so begann der Untergang. <br />
<br />
Über das Jahrzehnt hinweg, über das sich der Krieg ziehen sollte, wurde Kassandra klar, was Apollons Fluch bedeutete. Immer warnte sie vergeblich vor dem Tod und Zerstörung, und nach und nach fielen ihre Brüder. ﻿<br />
﻿Und als die Griechen doch scheinbar abzogen und nur ein hölzernes Pferd als Opfergabe an Poseidon für die sichere Heimfahrt hinterließen, waren es Kassandra und Laokoon die vor der List warnten. Laokoon wurde mit seinen Söhnen getötet, aber die Götter sahen Kassandra wohl nicht als Gefahr an, da man ihr ohnehin nicht glaubte. Immerhin hielten die Trojaner sie selbst auf, als sie mit Fackel und Axt das Pferd zerlegen wollte. Kassandra war doch wahnsinnig. <br />
<br />
Und in der Nacht, als alles siegestrunken schliefen, brachen die Griechen aus und die Stadt kam zu Fall. Kassandra hatte sich in den Tempel der Athene geflüchtet und flehte die Göttin um Schutz an, doch Ajax der Lokrer verging sich an ihr und beschwor damit den Zorn der Göttin herauf. Doch es war für Kassandra kaum von Trost, denn Agamemnon beanspruchte sie als Sklavin und Konkubine, und brachte sie nach Mykene. ﻿<br />
﻿Kassandra sagte ihm, dass er sterben würde. Kassandra sagte ihm, dass sie ebenso sterben würde. Doch warum sollte Agamemnon einer Frau wie ihr glauben? ﻿<br />
﻿Und in Mykene, ehe sie wissentlich in den Tod ging und Klytaimnestra sie tötete, sah sie noch ein letztes Mal auf zu ihrem Apollon, ihrem Zerstörer. <br />
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Die junge Frau mit wirrem Haar, die einen Dialekt sprach, den man nicht erkannte, konnte nicht einmal ihren Namen nennen. Ein Bauer hatte sie in einem Feld unweit von Mykene gefunden und sie mit zu seiner Frau und seiner Tochter genommen, damit sie sie versorgen konnten. Wahrscheinlich nur eine Verrückte, die man ausgesetzt hatte, doch sie empfanden Mitleid mit ihr und halfen ihr zumindest so weit, dass sie wieder selbstständig auf den Beinen stehen konnte.<br />
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Woher sie kam, konnte sie ihnen nicht sagen. Ebenso wenig, wie lange sie dort gelegen hatte oder weshalb sie überhaupt noch lebte. Sie erinnerte sich weder an eine Familie noch an eine Heimat, und selbst ihr eigener Name lag außerhalb ihrer Reichweite. Nur manchmal kamen Bilder. Feuer. Eine Stadtmauer. Das Meer unter einem roten Himmel. Ein Pferd, das keines war. Männer, deren Gesichter sie nicht kannte und um deren Tod sie dennoch trauerte.<br />
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Was die drei Narben unter der linken Brust bedeuten, weiß niemand genau, die junge Frau vor allem nicht. Sie sehen alt und verheilt aus, obwohl sie sich nicht daran erinnern kann, jemals verletzt worden zu sein. Manchmal schmerzen sie. Besonders dann, wenn sie träumt.<br />
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Vielleicht war es deshalb leichter, einen neuen Namen anzunehmen, als nach dem alten zu suchen.<br />
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— Kassandra besitzt kaum bewusste Erinnerungen an ihr früheres Leben. Ihre Vergangenheit zeigt sich eher in körperlichen Reaktionen und Instinkten. Ein bestimmter Geruch macht ihr plötzlich übel, bei Pferden wird sie unruhig, ohne zu verstehen weshalb. Tempel geben ihr gleichzeitig ein Gefühl von Sicherheit und eine unerklärliche Beklemmung. Der Klang einer Sprache, die sie eigentlich nicht kennen dürfte, fühlt sich vertrauter an als die Sprache, die sie heute spricht. Sie lernt das Griechisch, das im 4. Jahrhundert gesprochen wird, langsam, und es fällt ihr schwer, sich auszudrücken. <br />
— Namen können Trauer, Zorn oder Zuneigung hervorrufen, lange bevor sie sich daran erinnert, wem sie gehörten. Manche Namen sind vielleicht gängiger, vielleicht aber auch die Namen von Göttern... oder wenn jemand auf die Idee kommt, Homer zu singen. <br />
— Die Visionen waren früher klar: Kassandra hat die Schiffe in der Bucht gesehen, ehe sie da waren. Sie hat Troja brennen sehen. Heute sind die Visionen Fragmente; und Kassandra weiß nicht, ob es Visionen, Erinnerungen oder Alpträume sind.<br />
—  Ich möchte damit an ein Konzept anknüpfen, ohne es direkt so... zu spielen, sondern es vor allem thematisch zu behandeln. :D Was ist, wenn sich durch ihren Tod ihre Gabe so fragmentiert hat, dass das direkte Raum-Zeit-Kontinuum infrage kommt, und sie eben Visionen und Voraussicht als Erinnerungen sieht. Überlagerungen, Fetzen und alles kommen durcheinander. Gerade für's Inplay ist das interessant, weil da ja auch dieses Allwissende schlecht gespielt werden kann. <br />
— Natürlich glaubt man einer Wahnsinnigen nicht. Apollons Fluch vergeht nicht so einfach. Es braucht aber nicht einmal einen übernatürlichen Fluch, damit man Kassandra als verrückt ansehen würde. Sie redet von Feuern!<br />
— Als Anknüpfungspunkte bestehen natürlich die Charaktere, die am Trojanischen Krieg teilgenommen haben, Götter und Heroen! Ich habe es mir bei Kassandra so gedacht, dass Erinnerungen mit Visionen einhergehen und die Zusammenkunft triggert, aber eben ohne, dass sie weiß, was und warum so passiert. <br />
Spannend fände ich es auch, wenn Kassandra in einem Tempel nach einer Antwort sucht, egal welche Götter! — Vielleicht wird ihr anscheinender Wahnsinn von anderen Sterblichen als Zeichen gedeutet, und dadurch bei Göttern um Antworten sucht... nicht unbedingt bei den Richtigen. <br />
— Irgendwann wird es sie nach Ilion ziehen. Sie braucht Mitreisende. Und was ist besser als die, die Gegend eh kennen? Trojanischer Krieg 2.0 Electric Boogaloo!<br />
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Das waren mal meine groben Ideen und ich freue mich über jede Art von Anschluss <3﻿<br />
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA["I don't sink ships on purpose! I'm just trying to eat the crew..." - Scylla]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=191</link>
			<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 00:09:15 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=78">Scylla</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=191</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size"><span style="color: #4a8a8c;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">die mit sechs Köpfen die Meerenge bewacht</span></div>
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://64.media.tumblr.com/ce695a6550658766d7daa94d26d6b4f0/2441fed8843d95e6-77/s400x600/bed7c4a5a1f0fe9137e30b2683ccaeeb5f580b22.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: bed7c4a5a1f0fe9137e30b2683ccaeeb5f580b22.gif]" class="mycode_img" /></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #7fa9ab;" class="mycode_color">"One misstep, you're mine and you better stay clever if you wanna survive. Once you cross the line you'll be wishing you had listened. When you meet your demise."</span></span> – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PPte8HzjpQk&amp;list=RDPPte8HzjpQk" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Ruelle</a></div>
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #4a8a8c;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">✦ Monster ✦ Wächterin der Meerenge ✦ Deva Cassel ✦</span></span></div>
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich hoffe, dass Scylla so in Ordnung ist. Ich war nämlich ziemlich überfordert, aber dank euch, habe ich es doch geschafft. Scylla ist nicht 1 zu 1 wie in der Mythologie - Schande über mich, Schande über meine Kuh :'D - aber ich wollte sie einfach nicht in der Meerenge versauern lassen. Falls ich etwas verändern soll, hinzufügen soll, etc. einfach mir Bescheid geben. :3</span><br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ ZUSAMMENFASSUNG DER STORY</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Anmerkung von mir: Ich bin vielleicht ein bisschen eskaliert, aber naja... was solls, jeder der nicht alles lesen will, kann gerne hier die Zusammenfassungen lesen, unten ist dann die gesamte Geschichte. xD Mit den erwähnten Personen in der Geschichte, außer der Mutter, Kirke (Circe) und Odysseus (Schande über mich) wurde alles abgesprochen. :3</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herkunft: </span>Scylla ist die Tochter der Meeresnymphe Krataiis und des Schreckensdaimons Deimos. Sie wächst behütet an der Küste auf – neugierig, mitfühlend, unbeeindruckt von ihrer eigenen Schönheit, obwohl selbst Götter sich nach ihr umdrehen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Verrat:</span> Der Meeresgott Glaukos verliebt sich in sie, sie weist ihn aber ehrlich zurück. Er wendet sich an die Zauberin Kirke, die zunächst zögert – bis Anteros, der Gott der erwiderten Liebe, in ihr Neid und Zorn sät. Kirke vergiftet daraufhin Scyllas Lieblingsbucht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Verwandlung:</span> Beim harmlosen Baden verwandelt sich Scylla in ein Monster mit sechs Hundeköpfen. Ihre Eltern lieben sie trotzdem weiterhin, können den Fluch aber nicht brechen. Da sie unter Menschen und Nymphen nicht mehr leben kann, zieht sie sich an eine einsame Meerenge zwischen Sizilien und Italien zurück – gegenüber von Charybdis.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Legende:</span> Getrieben von unstillbarem Hunger tötet sie erst Tiere, dann Menschen. Aus ihr wird die berüchtigte "Scylla", vor der sich Seefahrer fürchten – darunter Odysseus, der sechs seiner Männer an sie verliert. Jahrhunderte später wird sie von Herakles im Kampf getötet.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wiedergeburt:</span> Ihr Vater Deimos entzündet ihren leblosen Körper mit einer magischen Fackel und befreit sie so vom Formzwang des Fluchs. Sie erwacht neu – fähig, zwischen Nymphen- und Monstergestalt zu wechseln. Ihre sechs Köpfe werden zu sechs inneren Stimmen (Aster, Thera, Phylax, Deilia, Orgē und Peina), die verschiedene Seiten ihrer Persönlichkeit verkörpern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Heute:</span> Scylla ist frei, kann reisen und wieder unter anderen sein – misstrauischer und vorsichtiger als früher, aber mit dem alten neugierigen Mädchen noch immer irgendwo in sich. Der Kampf zwischen Hunger, dem Monster und ihrem Selbst bleibt ihr ständiger innerer Konflikt, doch zum ersten Mal seit Jahrhunderten entscheidet sie selbst über ihr Schicksal.<br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ CHARAKTEREIGENSCHAFTEN</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Anmerkung von mir: Ich hasse Charaktereigenschaften zu beschreiben. :'D</span><br />
<br />
Scylla ist eine ruhige, zurückhaltende und ausgesprochen aufmerksame Persönlichkeit, die ihr Vertrauen nur langsam verschenkt. Trotz ihrer außergewöhnlichen Schönheit ist sie nicht eitel oder arrogant, sondern begegnet anderen grundsätzlich auf Augenhöhe. Sie besitzt ein weiches Herz und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, insbesondere gegenüber Außenseitern. Hinter ihrer vorsichtigen Art steckt eine neugierige und stellenweise verspielte Frau, die nach Jahrhunderten der Isolation endlich beginnt, die Welt außerhalb ihrer alten Heimat kennenzulernen. Sie besitzt einen trockenen Humor und kann überraschend frech sein, sobald sie sich bei jemandem sicher fühlt. Scylla ist loyal und würde für die wenigen Menschen, die sie wirklich liebt, viel riskieren. Gleichzeitig hat sie große Schwierigkeiten mit Kontrolle, Besitzansprüchen und erzwungener Zuneigung. Ihre Vergangenheit hat sie misstrauisch gemacht und dafür gesorgt, dass sie ihre eigenen Gefühle nur selten offen zeigt. Ihre größte innere Herausforderung bleibt jedoch der Hunger, der in ihrer Monsterform erwacht. Sie fürchtet, irgendwann vollständig von ihm beherrscht zu werden und zu genau dem Monster zu werden, als das die Welt sie seit Jahrhunderten kennt. Scylla ist weder vollkommen sanft noch vollkommen grausam. Sie ist beides – Nymphe und Monster, Verletzlichkeit und Stärke, Neugier und Misstrauen. Und zum ersten Mal in ihrem langen Leben versucht sie herauszufinden, wer sie sein möchte, wenn niemand anderes mehr über sie entscheidet. <br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ GESTALTWANDEL – DIE ZWEI FORMEN DER SCYLLA</span></span></span><br />
Seit der Fackel des Deimos ist Scylla nicht länger an eine einzige Form gebunden. Sie trägt zwei Gestalten in sich, und anders als früher entscheidet heute meistens sie selbst, welche davon die Oberhand gewinnt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Nymphengestalt</span><br />
In ihrer menschlichen Form ist Scylla eine junge Frau von außergewöhnlicher Schönheit, kaum von einer gewöhnlichen Meeresnymphe zu unterscheiden. In dieser Gestalt kann sie unter Menschen und Göttern wandeln. Es ist die Form, in der das Mädchen von früher noch aufblitzt – neugierig, warmherzig, verletzlich.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Monsterform</span><br />
Gibt sie dem Ruf des Fluchs nach – oder wird von starken Emotionen wie Wut, Angst, aber vor allem Hunger überwältigt – beginnt die Verwandlung. Zuerst verändern sich ihre Augen, werden kälter, tierischer. Dann bricht der Körper auf: Aus ihrem Körper wachsen sechs lange, schuppige Hälse, jeder gekrönt von einem hundeähnlichen Kopf mit scharfen Zähnen. Ihre Beine verschmelzen zu etwas, das nicht mehr menschlich ist. In dieser Form besitzt sie enorme physische Kraft, Reichweite durch die sechs unabhängig agierenden Köpfe, und die Sinne eines Raubtiers – sie riecht Angst, hört das leiseste Geräusch, lange bevor es in Sicht kommt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Auslöser: Hunger</span><br />
Der gefährlichste Faktor ist nicht ihr Wille, sondern ihr Hunger. Er wächst unabhängig davon, ob sie es will oder nicht, und wird durch den Kopf Peina verkörpert – die leise, überredende Stimme, die ihr einflüstert, wie einfach es wäre nachzugeben. Je länger sie ihn unterdrückt, desto schwerer wird die menschliche Form zu halten. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die sechs Köpfe als eigenständige Stimmen</span><br />
Anders als vor ihrer Wiedergeburt sind die sechs Köpfe keine stummen Körperteile mehr, sondern tragen je einen Teil ihrer Persönlichkeit: Aster (der Beobachter), Thera (die Jägerin), Phylax (der Beschützer), Deilia (die Angst), Orgē (der Zorn) und Peina (der Hunger). In der Monsterform agieren sie teils unabhängig voneinander – was ihr taktische Vorteile im Kampf verschafft, sie aber auch anfällig macht, wenn die Stimmen untereinander uneins sind.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rückverwandlung</span><br />
Der Weg zurück in die Nymphenform erfordert bewusste Anstrengung – vor allem emotionale Ruhe. Solange Wut, Angst oder Hunger dominieren, bleibt sie im Monsterkörper gefangen. Erst wenn sie sich sicher, ruhig oder geliebt fühlt, gelingt ihr der Rückweg leichter.<br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ BEZIEHUNG ZU MUTTER UND VATER</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Krataiis – Mutter</span><br />
Krataiis ist Scyllas engste Bezugsperson und war während ihrer Kindheit ihr Zuhause und ihre wichtigste Stütze. Während Deimos immer wieder kam und ging, war Krataiis diejenige, die Scylla großzog und ihr die Liebe zum Meer vermittelte. Auch nach Kirkes Fluch wich sie nicht von ihrer Tochter zurück und sah in ihr niemals ein Monster. Ihre Beziehung ist von tiefer Liebe, Vertrauen und gegenseitigem Schutz geprägt, auch wenn die Ereignisse um Scyllas Verwandlung bei beiden tiefe Narben hinterlassen haben. Heute unterstützt Krataiis Scyllas neu gewonnene Freiheit, auch wenn es ihr manchmal schwerfällt, ihre Tochter erneut ziehen zu lassen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Deimos – Vater</span><br />
Deimos war während Scyllas Kindheit nie dauerhaft anwesend, doch seine seltenen Besuche waren für seine Tochter stets etwas Besonderes. Zwischen ihnen besteht eine eher stille, aber tiefe Verbindung. Deimos hat Scylla niemals aufgrund ihrer Andersartigkeit oder später ihrer monströsen Gestalt verurteilt. Als Herakles sie tötete, war er es, der sich weigerte, seine Tochter ein zweites Mal zu verlieren und sie mithilfe seiner brennenden Fackel zurück ins Leben holte. Ihre Beziehung ist heute von Liebe, gegenseitigem Respekt und einigen unausgesprochenen Verletzungen geprägt. Scylla weiß jedoch, dass Deimos sie niemals aufgeben würde. <br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ GESAMTE STORYLINE</span></span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA - TOCHTER DES MEERES UND DES SCHRECKENS</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Niemand wird als Monster geboren. Ich auch nicht. Das hat erst die Welt aus mir gemacht.“</span><br />
Meine Mutter war Krataiis, eine uralte Meeresnymphe, launisch wie das Wasser selbst und genauso schnell wieder sanft. Mein Vater war Deimos, der Schrecken in Person – ein Daimon, der die Angst besser kannte als jeder andere Gott. Zwei Welten trafen in mir aufeinander, das Meer und das Grauen. Herausgekommen ist trotzdem erst mal: ein ganz gewöhnliches Kind. Eines, das quengelte, wenn es müde war, und dessen Lachen bis zu den Klippen hallte, wenn die Sonne aufs Wasser traf.<br />
<br />
Aufgewachsen bin ich bei meiner Mutter, an einer Küste, die ich in- und auswendig kannte – jede versteckte Bucht, jeden warmen Felsen, jede Stelle, an der das Wasser auch bei Windstille unruhig blieb. Mit den anderen Nymphen bin ich durchs klare Wasser getaucht, habe Muscheln gesammelt und Steine mit seltsamen Formen, mich stundenlang zwischen den Felsen versteckt. Ich war immer die, die ein Stück weiter hinausschwamm als die anderen. Ich wollte einfach wissen, was hinter der nächsten Sandbank lag.<br />
<br />
Dass ich schön war, wusste ich – aber es hat mich nie besonders interessiert. Mit den Jahren wurde aus dem hübschen Kind eine junge Frau, nach der sich selbst Götter umdrehten, und ich habe bis heute nicht ganz verstanden, was daran so besonders sein sollte. Wenn eine Freundin ihre Muschel im Sand verlor, bin ich mit ihr auf allen vieren durch den Schlamm gekrochen, bis wir sie wiedergefunden hatten. Wenn eine der Jüngeren sich vor der Tiefe fürchtete, bin ich einfach neben ihr sitzen geblieben, bis die Angst vorbei war.<br />
<br />
Von meiner Mutter habe ich gelernt, das Meer zu lesen wie eine Sprache – die Wellen, den Wind, die Farbe des Himmels vor einem Sturm. Oft habe ich ein Unwetter kommen gespürt, lange bevor die ersten Wolken zu sehen waren.<br />
<br />
Mein Vater dagegen war eher eine Erscheinung als eine Konstante. Er tauchte auf, verschwand wieder, manchmal für Monate. Aber wenn er da war, gehörte ihm meine volle Aufmerksamkeit – ich bin ihm entgegengelaufen, habe ohne Punkt und Komma geredet, ihm alles gezeigt, was ich in seiner Abwesenheit entdeckt hatte. Warum er nie geblieben ist, habe ich als Kind nicht verstanden. Vielleicht wollte ich es auch gar nicht verstehen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DER GOTT, DER MICH LIEBTE</span><br />
Je älter ich wurde, desto mehr Verehrer fand ich – Nymphen, Sterbliche, mächtigere Wesen. Ich blieb zurückhaltend, nicht aus Hochmut, sondern weil ich einfach nie das Bedürfnis hatte, mich zu binden. Wenn ich jemanden abgewiesen habe, dann ehrlich. Ich habe mich nie über die Gefühle anderer lustig gemacht. Ich habe einfach gesagt, was war: Mein Herz schlug nicht für sie. Mehr gab es dazu nicht zu sagen.<br />
<br />
Dann kam Glaukos. Der Meeresgott verliebte sich in mich mit einer Wucht, die ihn selbst überrascht haben muss – nicht nur wegen meines Aussehens, sondern wegen der Art, wie ich ihm begegnet bin: unbeeindruckt. Seine Göttlichkeit hat mich nicht beeindruckt und genau das hat ihn wohl nur noch verrückter nach mir gemacht.<br />
<br />
Als er mir seine Liebe gestand, hoffte er auf ein Ja. Ich konnte es ihm nicht geben. Ich habe es ihm offen gesagt und gehofft, er würde es respektieren. Er hat es nicht getan. Verzweifelt suchte er die Zauberin Kirke auf und bat um Hilfe. Kirke zögerte zunächst – warum sollte sie eine Nymphe bestrafen, nur weil diese die Gefühle eines anderen nicht erwiderte? Doch dann mischte sich Anteros ein, der Gott der erwiderten Liebe, zugleich Rächer aller, die verschmäht wurden. Ob aus Langeweile, Eifersucht oder schlichter Freude am Unheil – er begann, in Kirkes Kopf einen Gedanken zu pflanzen, immer wieder, bis er Wurzeln schlug: Warum sollte eine Nymphe einen Gott zurückweisen dürfen?<br />
<br />
Aus dem Gedanken wurde Neid. Aus Neid wurde Zorn. Ich hatte alles ohne Mühe bekommen, dachte sie sich wohl – die Liebe meiner Mutter, die Freiheit des Meeres, ein Leben ohne Kampf – und jetzt hatte ich mir auch noch erlaubt, einen Gott abzulehnen. Das war zu viel für Kirke. Sie vergiftete das Wasser jener abgelegenen Bucht, in der ich seit meiner Kindheit gebadet hatte.<br />
<br />
Ich habe nichts geahnt. Ich bin ins Wasser gegangen wie an jedem anderen Tag meines Lebens. Es sollte der letzte normale Tag sein, den ich je hatte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE VERWANDLUNG</span><br />
Zuerst war da nur ein stechender Schmerz, irgendwo tief unter der Haut. Dann wurde daraus Panik. Mein Körper gehorchte mir nicht mehr. Die Beine verformten sich, verschmolzen, verschwanden unter etwas, das nicht mehr ich war. Schuppen wuchsen über meine Haut. Aus meinem Rücken brachen sechs lange Hälse hervor, und an ihrem Ende: Hundeköpfe, mit aufgerissenen Mäulern, die genauso schrien wie ich. Das Meer schlug gegen die Felsen, als würde es meinen Schmerz mitfühlen. Ich kannte meinen eigenen Körper nicht mehr. Ich wollte fliehen – wohin auch? Das, wovor ich fliehen wollte, war jetzt Teil von mir.<br />
<br />
Meine Mutter hörte meinen Schrei und war binnen Sekunden an der Bucht. Was sie dort fand, hat sie für einen Moment erstarren lassen, das habe ich in ihrem Gesicht gesehen. Aber sie hat kein Monster gesehen. Sie hat mich gesehen. Sie hat versucht, den Fluch zu brechen, jede Kraft des Meeres zu Hilfe gerufen, die sie kannte – vergeblich. Nichts konnte die Magie aus meinem Körper lösen. Ich hatte Angst – nicht nur vor mir selbst, sondern davor, sie zu verletzen. Sie ist trotzdem nicht von meiner Seite gewichen. Mein Vater erfuhr erst später, was geschehen war. Als er mich schließlich sah, fand er keine Bestie. Er fand mich. Für ihn war ich dieselbe geblieben, auch wenn die Welt mich längst anders sah.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE TOCHTER, DIE VERSCHWAND</span><br />
Mit diesem Körper konnte ich nicht am Strand meiner Kindheit bleiben. Ich konnte nicht mehr unbeschwert mit den anderen Nymphen schwimmen. Überall, wo ich hinsah, sah ich nur noch Angst in fremden Augen. Also bin ich gegangen – an einen abgelegenen Felsen, weit weg von allem, was ich kannte, wo ich eine dunkle Höhle über dem Meer fand. Mehr Zuhause blieb mir nicht.<br />
<br />
Die Jahre vergingen, und ich habe gelernt, mit diesem neuen Körper zu leben. Doch der Fluch brachte etwas mit sich, das ich nicht kommen sah: einen Hunger, der sich nicht stillen ließ. Zuerst reichten Fische und andere Tiere des Meeres. Irgendwann reichten sie nicht mehr. Der erste Mensch, den ich getötet habe, war vielleicht Zufall – kam zu nah an meine Höhle, zur falschen Zeit. Vielleicht war der Hunger einfach stärker als jede Vernunft. Was auch immer es war: Danach wusste ich, dass sich etwas in mir verändert hatte, unwiderruflich. Und die Menschen begannen, Geschichten über mich zu erzählen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DAS MONSTER DER MEERENGE</span><br />
Mein Felsen lag an einer gefährlichen Meerenge zwischen Sizilien und Italien. Auf der anderen Seite hauste Charybdis, ein zweites Ungeheuer der See – während ich über den Wellen lauerte, verschlang sie das Wasser selbst, saugte gewaltige Massen in einen Strudel und spuckte sie wieder aus. Für Seeleute gab es keinen sicheren Weg hindurch. Wich man Charybdis aus, geriet man näher an mich. Wich man mir aus, drohte der Strudel. Aus dieser ausweglosen Wahl wurde eine Redewendung: zwischen Scylla und Charybdis stehen – zwischen zwei Übeln wählen müssen.<br />
<br />
Mit der Zeit wuchsen die Geschichten über mich weit über das hinaus, was ich wirklich war. Aus sechs Köpfen wurden zwölf Füße, gewaltige Zähne, eine Gnadenlosigkeit, die es so nie gegeben hat. Jedes verschwundene Schiff machte die Legende ein Stück größer, ein Stück unmenschlicher. Irgendwann hieß es, selbst Götter würden diese Meerenge meiden. Und irgendwann erinnerte sich niemand mehr an das Mädchen, das lieber Muscheln sammelte, als jemandem wehzutun. Übrig blieb nur mein Name.<br />
<br />
Scylla.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ODYSSEUS</span><br />
Kirke hatte ihn gewarnt, bevor sein Schiff überhaupt in Sichtweite meiner Meerenge kam. Odysseus wusste von mir, wusste von Charybdis, wusste, dass es keinen Weg gab, der an uns beiden vorbeiführte, ohne etwas zu verlieren. Er entschied sich für meine Seite der Straße. Ich habe das Schiff gehört, lange bevor ich es sah – das Knarren des Holzes, das Klatschen der Ruder, Stimmen, die versuchten, ruhig zu klingen und es nicht schafften. Ich habe die Angst gerochen, bevor ich überhaupt zugeschlagen habe. Sechs Köpfe sind aus dem Dunkel meiner Höhle geschnellt. Sechs Männer habe ich vom Deck gerissen, bevor Odysseus auch nur reagieren konnte. Retten konnte er sie nicht. Er konnte nur weitersegeln – und wurde damit selbst Teil einer Geschichte, die man sich noch Jahrhunderte später erzählen sollte. Sechs Namen gingen in der Legende unter. Ich wurde nur noch berühmter. Und noch einsamer.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">HERAKLES</span><br />
Jahrhunderte vergingen, ohne dass sich für mich etwas änderte, bis Herakles meine Meerenge erreichte. Anders als die meisten wich er nicht aus. Er sah in mir kein Hindernis, dem man auswich, sondern etwas, das man töten konnte. Es kam zum Kampf. Ich habe mich gewehrt, so gut ich konnte – aber gegen die Kraft eines Helden, den selbst Götter fürchteten, hatte ich keine Chance. Er hat mich getötet. Mein Körper blieb zwischen den Felsen liegen. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten war es still an meiner Meerenge. Ich war tot. Aber nicht für immer.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE FACKEL DES DEIMOS</span><br />
Mein Vater kam zu spät. Aber er kam. Als er mich zwischen den Felsen liegen sah, weigerte er sich, mich ein zweites Mal zu verlieren. In seiner Hand brannte eine Fackel – kein gewöhnliches Feuer, sondern eines, das die Macht des Schreckens selbst in sich trug: die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem Verlust, und dazu der Wille eines Vaters, der sich weigerte aufzugeben. Er hat meinen leblosen Körper entzündet. Die Flammen haben nicht meine Seele verbrannt – sie haben den Teil des Fluchs verbrannt, der mich an eine einzige Form gebunden hatte.<br />
<br />
Als das Feuer erlosch, habe ich die Augen geöffnet. Nicht als das Monster, das Herakles erschlagen hatte. Auch nicht als die Nymphe von früher. Sondern als beides zugleich – und zum ersten Mal konnte ich selbst entscheiden, welche Gestalt ich trage. Ich kann wieder die junge Frau vom Strand sein. Aber wenn der Hunger zu groß wird, kommt das Monster zurück.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE SECHS STIMMEN</span><br />
Mit meiner Wiedergeburt haben sich auch meine sechs Köpfe verändert. Sie sind keine bloßen Körperteile mehr – jeder von ihnen trägt jetzt ein Stück meiner Seele.<br />
<br />
Aster beobachtet lieber, als dass er handelt. Thera liebt die Jagd, wild und ungeduldig. Phylax traut niemandem, der mir zu nahe kommt, und wacht über mich wie ein Hund über seine Herde. Deilia flüstert mir in dunklen Nächten zu, niemandem zu vertrauen – sie ist die Angst, die nie ganz verchwindet. Orgē trägt all den Zorn, den ich über Jahrhunderte hinuntergeschluckt habe und Peina, der Hunger, ist der gefährlichste von allen: leise, überredend, immer bereit, mir einzureden, wie einfach es wäre, einfach nachzugeben.<br />
<br />
Sechs Stimmen, sechs Teile von mir – aber die Entscheidung liegt noch immer bei mir. Zumindest meistens.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA HEUTE</span><br />
Zum ersten Mal seit meiner Verwandlung bin ich frei. Nicht länger an die Meerenge gekettet, kann ich meine Nymphengestalt annehmen und reisen, andere Küsten sehen, anderen Nymphen begegnen – Dinge tun, die mir vor dem Fluch nie möglich gewesen sind.<br />
<br />
Aber die Jahrhunderte sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aus dem unbeschwerten Mädchen ist eine vorsichtige, misstrauische Frau geworden. Ich habe gelernt, dass Schönheit nicht automatisch Liebe bedeutet. Dass Liebe zu Besitzgier werden kann, wenn man sie zurückweist. Dass Menschen sich Geschichten über Dinge ausdenken, die sie nicht verstehen. Und dass ein Monster manchmal nichts weiter ist als jemand, den niemand mehr als Person sehen wollte.<br />
<br />
Trotzdem ist die alte Scylla nicht ganz verschwunden. Ich liebe das Meer noch immer, liebe die Stille, bin noch immer neugierig genug, um einer Sache nachzugehen, die ich nicht verstehe. Manchmal, wenn ich mich sicher genug fühle, blitzt das Mädchen von früher wieder auf – für einen Moment, für ein Lachen.<br />
<br />
Aber tief in mir lebt auch das andere weiter. Wächst der Hunger, verändern sich zuerst meine Augen. Die sechs Stimmen werden lauter, drängender, und meine menschliche Gestalt wird schwerer zu halten. Irgendwann muss ich mich entscheiden: Gebe ich dem Hunger nach – oder beweise ich wieder, dass ich mehr bin als das, wozu die Welt mich einmal gemacht hat?<br />
<br />
Vielleicht kenne ich selbst die Antwort nicht. Ich bin keine der beiden Geschichten allein. Ich bin beide zugleich – die Tochter von Krataiis und Deimos, verraten von jemandem, den ich nie geliebt habe, gefürchtet von Generationen von Seeleuten, die nur meinen Namen kannten, nicht meine Geschichte.<br />
<br />
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten gehört mein Leben wieder mir allein. Und diesmal entscheide ich selbst, was ich damit mache.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Have you seen my dogs? They really wanna eat – I mean, meet you!"</span></span></span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size"><span style="color: #4a8a8c;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">die mit sechs Köpfen die Meerenge bewacht</span></div>
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://64.media.tumblr.com/ce695a6550658766d7daa94d26d6b4f0/2441fed8843d95e6-77/s400x600/bed7c4a5a1f0fe9137e30b2683ccaeeb5f580b22.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: bed7c4a5a1f0fe9137e30b2683ccaeeb5f580b22.gif]" class="mycode_img" /></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #7fa9ab;" class="mycode_color">"One misstep, you're mine and you better stay clever if you wanna survive. Once you cross the line you'll be wishing you had listened. When you meet your demise."</span></span> – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PPte8HzjpQk&amp;list=RDPPte8HzjpQk" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Ruelle</a></div>
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #4a8a8c;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">✦ Monster ✦ Wächterin der Meerenge ✦ Deva Cassel ✦</span></span></div>
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich hoffe, dass Scylla so in Ordnung ist. Ich war nämlich ziemlich überfordert, aber dank euch, habe ich es doch geschafft. Scylla ist nicht 1 zu 1 wie in der Mythologie - Schande über mich, Schande über meine Kuh :'D - aber ich wollte sie einfach nicht in der Meerenge versauern lassen. Falls ich etwas verändern soll, hinzufügen soll, etc. einfach mir Bescheid geben. :3</span><br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ ZUSAMMENFASSUNG DER STORY</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Anmerkung von mir: Ich bin vielleicht ein bisschen eskaliert, aber naja... was solls, jeder der nicht alles lesen will, kann gerne hier die Zusammenfassungen lesen, unten ist dann die gesamte Geschichte. xD Mit den erwähnten Personen in der Geschichte, außer der Mutter, Kirke (Circe) und Odysseus (Schande über mich) wurde alles abgesprochen. :3</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herkunft: </span>Scylla ist die Tochter der Meeresnymphe Krataiis und des Schreckensdaimons Deimos. Sie wächst behütet an der Küste auf – neugierig, mitfühlend, unbeeindruckt von ihrer eigenen Schönheit, obwohl selbst Götter sich nach ihr umdrehen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Verrat:</span> Der Meeresgott Glaukos verliebt sich in sie, sie weist ihn aber ehrlich zurück. Er wendet sich an die Zauberin Kirke, die zunächst zögert – bis Anteros, der Gott der erwiderten Liebe, in ihr Neid und Zorn sät. Kirke vergiftet daraufhin Scyllas Lieblingsbucht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Verwandlung:</span> Beim harmlosen Baden verwandelt sich Scylla in ein Monster mit sechs Hundeköpfen. Ihre Eltern lieben sie trotzdem weiterhin, können den Fluch aber nicht brechen. Da sie unter Menschen und Nymphen nicht mehr leben kann, zieht sie sich an eine einsame Meerenge zwischen Sizilien und Italien zurück – gegenüber von Charybdis.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Legende:</span> Getrieben von unstillbarem Hunger tötet sie erst Tiere, dann Menschen. Aus ihr wird die berüchtigte "Scylla", vor der sich Seefahrer fürchten – darunter Odysseus, der sechs seiner Männer an sie verliert. Jahrhunderte später wird sie von Herakles im Kampf getötet.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wiedergeburt:</span> Ihr Vater Deimos entzündet ihren leblosen Körper mit einer magischen Fackel und befreit sie so vom Formzwang des Fluchs. Sie erwacht neu – fähig, zwischen Nymphen- und Monstergestalt zu wechseln. Ihre sechs Köpfe werden zu sechs inneren Stimmen (Aster, Thera, Phylax, Deilia, Orgē und Peina), die verschiedene Seiten ihrer Persönlichkeit verkörpern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Heute:</span> Scylla ist frei, kann reisen und wieder unter anderen sein – misstrauischer und vorsichtiger als früher, aber mit dem alten neugierigen Mädchen noch immer irgendwo in sich. Der Kampf zwischen Hunger, dem Monster und ihrem Selbst bleibt ihr ständiger innerer Konflikt, doch zum ersten Mal seit Jahrhunderten entscheidet sie selbst über ihr Schicksal.<br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ CHARAKTEREIGENSCHAFTEN</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Anmerkung von mir: Ich hasse Charaktereigenschaften zu beschreiben. :'D</span><br />
<br />
Scylla ist eine ruhige, zurückhaltende und ausgesprochen aufmerksame Persönlichkeit, die ihr Vertrauen nur langsam verschenkt. Trotz ihrer außergewöhnlichen Schönheit ist sie nicht eitel oder arrogant, sondern begegnet anderen grundsätzlich auf Augenhöhe. Sie besitzt ein weiches Herz und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, insbesondere gegenüber Außenseitern. Hinter ihrer vorsichtigen Art steckt eine neugierige und stellenweise verspielte Frau, die nach Jahrhunderten der Isolation endlich beginnt, die Welt außerhalb ihrer alten Heimat kennenzulernen. Sie besitzt einen trockenen Humor und kann überraschend frech sein, sobald sie sich bei jemandem sicher fühlt. Scylla ist loyal und würde für die wenigen Menschen, die sie wirklich liebt, viel riskieren. Gleichzeitig hat sie große Schwierigkeiten mit Kontrolle, Besitzansprüchen und erzwungener Zuneigung. Ihre Vergangenheit hat sie misstrauisch gemacht und dafür gesorgt, dass sie ihre eigenen Gefühle nur selten offen zeigt. Ihre größte innere Herausforderung bleibt jedoch der Hunger, der in ihrer Monsterform erwacht. Sie fürchtet, irgendwann vollständig von ihm beherrscht zu werden und zu genau dem Monster zu werden, als das die Welt sie seit Jahrhunderten kennt. Scylla ist weder vollkommen sanft noch vollkommen grausam. Sie ist beides – Nymphe und Monster, Verletzlichkeit und Stärke, Neugier und Misstrauen. Und zum ersten Mal in ihrem langen Leben versucht sie herauszufinden, wer sie sein möchte, wenn niemand anderes mehr über sie entscheidet. <br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ GESTALTWANDEL – DIE ZWEI FORMEN DER SCYLLA</span></span></span><br />
Seit der Fackel des Deimos ist Scylla nicht länger an eine einzige Form gebunden. Sie trägt zwei Gestalten in sich, und anders als früher entscheidet heute meistens sie selbst, welche davon die Oberhand gewinnt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Nymphengestalt</span><br />
In ihrer menschlichen Form ist Scylla eine junge Frau von außergewöhnlicher Schönheit, kaum von einer gewöhnlichen Meeresnymphe zu unterscheiden. In dieser Gestalt kann sie unter Menschen und Göttern wandeln. Es ist die Form, in der das Mädchen von früher noch aufblitzt – neugierig, warmherzig, verletzlich.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Monsterform</span><br />
Gibt sie dem Ruf des Fluchs nach – oder wird von starken Emotionen wie Wut, Angst, aber vor allem Hunger überwältigt – beginnt die Verwandlung. Zuerst verändern sich ihre Augen, werden kälter, tierischer. Dann bricht der Körper auf: Aus ihrem Körper wachsen sechs lange, schuppige Hälse, jeder gekrönt von einem hundeähnlichen Kopf mit scharfen Zähnen. Ihre Beine verschmelzen zu etwas, das nicht mehr menschlich ist. In dieser Form besitzt sie enorme physische Kraft, Reichweite durch die sechs unabhängig agierenden Köpfe, und die Sinne eines Raubtiers – sie riecht Angst, hört das leiseste Geräusch, lange bevor es in Sicht kommt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Auslöser: Hunger</span><br />
Der gefährlichste Faktor ist nicht ihr Wille, sondern ihr Hunger. Er wächst unabhängig davon, ob sie es will oder nicht, und wird durch den Kopf Peina verkörpert – die leise, überredende Stimme, die ihr einflüstert, wie einfach es wäre nachzugeben. Je länger sie ihn unterdrückt, desto schwerer wird die menschliche Form zu halten. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die sechs Köpfe als eigenständige Stimmen</span><br />
Anders als vor ihrer Wiedergeburt sind die sechs Köpfe keine stummen Körperteile mehr, sondern tragen je einen Teil ihrer Persönlichkeit: Aster (der Beobachter), Thera (die Jägerin), Phylax (der Beschützer), Deilia (die Angst), Orgē (der Zorn) und Peina (der Hunger). In der Monsterform agieren sie teils unabhängig voneinander – was ihr taktische Vorteile im Kampf verschafft, sie aber auch anfällig macht, wenn die Stimmen untereinander uneins sind.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rückverwandlung</span><br />
Der Weg zurück in die Nymphenform erfordert bewusste Anstrengung – vor allem emotionale Ruhe. Solange Wut, Angst oder Hunger dominieren, bleibt sie im Monsterkörper gefangen. Erst wenn sie sich sicher, ruhig oder geliebt fühlt, gelingt ihr der Rückweg leichter.<br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ BEZIEHUNG ZU MUTTER UND VATER</span></span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Krataiis – Mutter</span><br />
Krataiis ist Scyllas engste Bezugsperson und war während ihrer Kindheit ihr Zuhause und ihre wichtigste Stütze. Während Deimos immer wieder kam und ging, war Krataiis diejenige, die Scylla großzog und ihr die Liebe zum Meer vermittelte. Auch nach Kirkes Fluch wich sie nicht von ihrer Tochter zurück und sah in ihr niemals ein Monster. Ihre Beziehung ist von tiefer Liebe, Vertrauen und gegenseitigem Schutz geprägt, auch wenn die Ereignisse um Scyllas Verwandlung bei beiden tiefe Narben hinterlassen haben. Heute unterstützt Krataiis Scyllas neu gewonnene Freiheit, auch wenn es ihr manchmal schwerfällt, ihre Tochter erneut ziehen zu lassen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Deimos – Vater</span><br />
Deimos war während Scyllas Kindheit nie dauerhaft anwesend, doch seine seltenen Besuche waren für seine Tochter stets etwas Besonderes. Zwischen ihnen besteht eine eher stille, aber tiefe Verbindung. Deimos hat Scylla niemals aufgrund ihrer Andersartigkeit oder später ihrer monströsen Gestalt verurteilt. Als Herakles sie tötete, war er es, der sich weigerte, seine Tochter ein zweites Mal zu verlieren und sie mithilfe seiner brennenden Fackel zurück ins Leben holte. Ihre Beziehung ist heute von Liebe, gegenseitigem Respekt und einigen unausgesprochenen Verletzungen geprägt. Scylla weiß jedoch, dass Deimos sie niemals aufgeben würde. <br />
<br />
<span style="color: #dce9e9;" class="mycode_color"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">◆ GESAMTE STORYLINE</span></span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA - TOCHTER DES MEERES UND DES SCHRECKENS</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Niemand wird als Monster geboren. Ich auch nicht. Das hat erst die Welt aus mir gemacht.“</span><br />
Meine Mutter war Krataiis, eine uralte Meeresnymphe, launisch wie das Wasser selbst und genauso schnell wieder sanft. Mein Vater war Deimos, der Schrecken in Person – ein Daimon, der die Angst besser kannte als jeder andere Gott. Zwei Welten trafen in mir aufeinander, das Meer und das Grauen. Herausgekommen ist trotzdem erst mal: ein ganz gewöhnliches Kind. Eines, das quengelte, wenn es müde war, und dessen Lachen bis zu den Klippen hallte, wenn die Sonne aufs Wasser traf.<br />
<br />
Aufgewachsen bin ich bei meiner Mutter, an einer Küste, die ich in- und auswendig kannte – jede versteckte Bucht, jeden warmen Felsen, jede Stelle, an der das Wasser auch bei Windstille unruhig blieb. Mit den anderen Nymphen bin ich durchs klare Wasser getaucht, habe Muscheln gesammelt und Steine mit seltsamen Formen, mich stundenlang zwischen den Felsen versteckt. Ich war immer die, die ein Stück weiter hinausschwamm als die anderen. Ich wollte einfach wissen, was hinter der nächsten Sandbank lag.<br />
<br />
Dass ich schön war, wusste ich – aber es hat mich nie besonders interessiert. Mit den Jahren wurde aus dem hübschen Kind eine junge Frau, nach der sich selbst Götter umdrehten, und ich habe bis heute nicht ganz verstanden, was daran so besonders sein sollte. Wenn eine Freundin ihre Muschel im Sand verlor, bin ich mit ihr auf allen vieren durch den Schlamm gekrochen, bis wir sie wiedergefunden hatten. Wenn eine der Jüngeren sich vor der Tiefe fürchtete, bin ich einfach neben ihr sitzen geblieben, bis die Angst vorbei war.<br />
<br />
Von meiner Mutter habe ich gelernt, das Meer zu lesen wie eine Sprache – die Wellen, den Wind, die Farbe des Himmels vor einem Sturm. Oft habe ich ein Unwetter kommen gespürt, lange bevor die ersten Wolken zu sehen waren.<br />
<br />
Mein Vater dagegen war eher eine Erscheinung als eine Konstante. Er tauchte auf, verschwand wieder, manchmal für Monate. Aber wenn er da war, gehörte ihm meine volle Aufmerksamkeit – ich bin ihm entgegengelaufen, habe ohne Punkt und Komma geredet, ihm alles gezeigt, was ich in seiner Abwesenheit entdeckt hatte. Warum er nie geblieben ist, habe ich als Kind nicht verstanden. Vielleicht wollte ich es auch gar nicht verstehen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DER GOTT, DER MICH LIEBTE</span><br />
Je älter ich wurde, desto mehr Verehrer fand ich – Nymphen, Sterbliche, mächtigere Wesen. Ich blieb zurückhaltend, nicht aus Hochmut, sondern weil ich einfach nie das Bedürfnis hatte, mich zu binden. Wenn ich jemanden abgewiesen habe, dann ehrlich. Ich habe mich nie über die Gefühle anderer lustig gemacht. Ich habe einfach gesagt, was war: Mein Herz schlug nicht für sie. Mehr gab es dazu nicht zu sagen.<br />
<br />
Dann kam Glaukos. Der Meeresgott verliebte sich in mich mit einer Wucht, die ihn selbst überrascht haben muss – nicht nur wegen meines Aussehens, sondern wegen der Art, wie ich ihm begegnet bin: unbeeindruckt. Seine Göttlichkeit hat mich nicht beeindruckt und genau das hat ihn wohl nur noch verrückter nach mir gemacht.<br />
<br />
Als er mir seine Liebe gestand, hoffte er auf ein Ja. Ich konnte es ihm nicht geben. Ich habe es ihm offen gesagt und gehofft, er würde es respektieren. Er hat es nicht getan. Verzweifelt suchte er die Zauberin Kirke auf und bat um Hilfe. Kirke zögerte zunächst – warum sollte sie eine Nymphe bestrafen, nur weil diese die Gefühle eines anderen nicht erwiderte? Doch dann mischte sich Anteros ein, der Gott der erwiderten Liebe, zugleich Rächer aller, die verschmäht wurden. Ob aus Langeweile, Eifersucht oder schlichter Freude am Unheil – er begann, in Kirkes Kopf einen Gedanken zu pflanzen, immer wieder, bis er Wurzeln schlug: Warum sollte eine Nymphe einen Gott zurückweisen dürfen?<br />
<br />
Aus dem Gedanken wurde Neid. Aus Neid wurde Zorn. Ich hatte alles ohne Mühe bekommen, dachte sie sich wohl – die Liebe meiner Mutter, die Freiheit des Meeres, ein Leben ohne Kampf – und jetzt hatte ich mir auch noch erlaubt, einen Gott abzulehnen. Das war zu viel für Kirke. Sie vergiftete das Wasser jener abgelegenen Bucht, in der ich seit meiner Kindheit gebadet hatte.<br />
<br />
Ich habe nichts geahnt. Ich bin ins Wasser gegangen wie an jedem anderen Tag meines Lebens. Es sollte der letzte normale Tag sein, den ich je hatte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE VERWANDLUNG</span><br />
Zuerst war da nur ein stechender Schmerz, irgendwo tief unter der Haut. Dann wurde daraus Panik. Mein Körper gehorchte mir nicht mehr. Die Beine verformten sich, verschmolzen, verschwanden unter etwas, das nicht mehr ich war. Schuppen wuchsen über meine Haut. Aus meinem Rücken brachen sechs lange Hälse hervor, und an ihrem Ende: Hundeköpfe, mit aufgerissenen Mäulern, die genauso schrien wie ich. Das Meer schlug gegen die Felsen, als würde es meinen Schmerz mitfühlen. Ich kannte meinen eigenen Körper nicht mehr. Ich wollte fliehen – wohin auch? Das, wovor ich fliehen wollte, war jetzt Teil von mir.<br />
<br />
Meine Mutter hörte meinen Schrei und war binnen Sekunden an der Bucht. Was sie dort fand, hat sie für einen Moment erstarren lassen, das habe ich in ihrem Gesicht gesehen. Aber sie hat kein Monster gesehen. Sie hat mich gesehen. Sie hat versucht, den Fluch zu brechen, jede Kraft des Meeres zu Hilfe gerufen, die sie kannte – vergeblich. Nichts konnte die Magie aus meinem Körper lösen. Ich hatte Angst – nicht nur vor mir selbst, sondern davor, sie zu verletzen. Sie ist trotzdem nicht von meiner Seite gewichen. Mein Vater erfuhr erst später, was geschehen war. Als er mich schließlich sah, fand er keine Bestie. Er fand mich. Für ihn war ich dieselbe geblieben, auch wenn die Welt mich längst anders sah.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE TOCHTER, DIE VERSCHWAND</span><br />
Mit diesem Körper konnte ich nicht am Strand meiner Kindheit bleiben. Ich konnte nicht mehr unbeschwert mit den anderen Nymphen schwimmen. Überall, wo ich hinsah, sah ich nur noch Angst in fremden Augen. Also bin ich gegangen – an einen abgelegenen Felsen, weit weg von allem, was ich kannte, wo ich eine dunkle Höhle über dem Meer fand. Mehr Zuhause blieb mir nicht.<br />
<br />
Die Jahre vergingen, und ich habe gelernt, mit diesem neuen Körper zu leben. Doch der Fluch brachte etwas mit sich, das ich nicht kommen sah: einen Hunger, der sich nicht stillen ließ. Zuerst reichten Fische und andere Tiere des Meeres. Irgendwann reichten sie nicht mehr. Der erste Mensch, den ich getötet habe, war vielleicht Zufall – kam zu nah an meine Höhle, zur falschen Zeit. Vielleicht war der Hunger einfach stärker als jede Vernunft. Was auch immer es war: Danach wusste ich, dass sich etwas in mir verändert hatte, unwiderruflich. Und die Menschen begannen, Geschichten über mich zu erzählen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DAS MONSTER DER MEERENGE</span><br />
Mein Felsen lag an einer gefährlichen Meerenge zwischen Sizilien und Italien. Auf der anderen Seite hauste Charybdis, ein zweites Ungeheuer der See – während ich über den Wellen lauerte, verschlang sie das Wasser selbst, saugte gewaltige Massen in einen Strudel und spuckte sie wieder aus. Für Seeleute gab es keinen sicheren Weg hindurch. Wich man Charybdis aus, geriet man näher an mich. Wich man mir aus, drohte der Strudel. Aus dieser ausweglosen Wahl wurde eine Redewendung: zwischen Scylla und Charybdis stehen – zwischen zwei Übeln wählen müssen.<br />
<br />
Mit der Zeit wuchsen die Geschichten über mich weit über das hinaus, was ich wirklich war. Aus sechs Köpfen wurden zwölf Füße, gewaltige Zähne, eine Gnadenlosigkeit, die es so nie gegeben hat. Jedes verschwundene Schiff machte die Legende ein Stück größer, ein Stück unmenschlicher. Irgendwann hieß es, selbst Götter würden diese Meerenge meiden. Und irgendwann erinnerte sich niemand mehr an das Mädchen, das lieber Muscheln sammelte, als jemandem wehzutun. Übrig blieb nur mein Name.<br />
<br />
Scylla.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ODYSSEUS</span><br />
Kirke hatte ihn gewarnt, bevor sein Schiff überhaupt in Sichtweite meiner Meerenge kam. Odysseus wusste von mir, wusste von Charybdis, wusste, dass es keinen Weg gab, der an uns beiden vorbeiführte, ohne etwas zu verlieren. Er entschied sich für meine Seite der Straße. Ich habe das Schiff gehört, lange bevor ich es sah – das Knarren des Holzes, das Klatschen der Ruder, Stimmen, die versuchten, ruhig zu klingen und es nicht schafften. Ich habe die Angst gerochen, bevor ich überhaupt zugeschlagen habe. Sechs Köpfe sind aus dem Dunkel meiner Höhle geschnellt. Sechs Männer habe ich vom Deck gerissen, bevor Odysseus auch nur reagieren konnte. Retten konnte er sie nicht. Er konnte nur weitersegeln – und wurde damit selbst Teil einer Geschichte, die man sich noch Jahrhunderte später erzählen sollte. Sechs Namen gingen in der Legende unter. Ich wurde nur noch berühmter. Und noch einsamer.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">HERAKLES</span><br />
Jahrhunderte vergingen, ohne dass sich für mich etwas änderte, bis Herakles meine Meerenge erreichte. Anders als die meisten wich er nicht aus. Er sah in mir kein Hindernis, dem man auswich, sondern etwas, das man töten konnte. Es kam zum Kampf. Ich habe mich gewehrt, so gut ich konnte – aber gegen die Kraft eines Helden, den selbst Götter fürchteten, hatte ich keine Chance. Er hat mich getötet. Mein Körper blieb zwischen den Felsen liegen. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten war es still an meiner Meerenge. Ich war tot. Aber nicht für immer.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE FACKEL DES DEIMOS</span><br />
Mein Vater kam zu spät. Aber er kam. Als er mich zwischen den Felsen liegen sah, weigerte er sich, mich ein zweites Mal zu verlieren. In seiner Hand brannte eine Fackel – kein gewöhnliches Feuer, sondern eines, das die Macht des Schreckens selbst in sich trug: die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem Verlust, und dazu der Wille eines Vaters, der sich weigerte aufzugeben. Er hat meinen leblosen Körper entzündet. Die Flammen haben nicht meine Seele verbrannt – sie haben den Teil des Fluchs verbrannt, der mich an eine einzige Form gebunden hatte.<br />
<br />
Als das Feuer erlosch, habe ich die Augen geöffnet. Nicht als das Monster, das Herakles erschlagen hatte. Auch nicht als die Nymphe von früher. Sondern als beides zugleich – und zum ersten Mal konnte ich selbst entscheiden, welche Gestalt ich trage. Ich kann wieder die junge Frau vom Strand sein. Aber wenn der Hunger zu groß wird, kommt das Monster zurück.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DIE SECHS STIMMEN</span><br />
Mit meiner Wiedergeburt haben sich auch meine sechs Köpfe verändert. Sie sind keine bloßen Körperteile mehr – jeder von ihnen trägt jetzt ein Stück meiner Seele.<br />
<br />
Aster beobachtet lieber, als dass er handelt. Thera liebt die Jagd, wild und ungeduldig. Phylax traut niemandem, der mir zu nahe kommt, und wacht über mich wie ein Hund über seine Herde. Deilia flüstert mir in dunklen Nächten zu, niemandem zu vertrauen – sie ist die Angst, die nie ganz verchwindet. Orgē trägt all den Zorn, den ich über Jahrhunderte hinuntergeschluckt habe und Peina, der Hunger, ist der gefährlichste von allen: leise, überredend, immer bereit, mir einzureden, wie einfach es wäre, einfach nachzugeben.<br />
<br />
Sechs Stimmen, sechs Teile von mir – aber die Entscheidung liegt noch immer bei mir. Zumindest meistens.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">SCYLLA HEUTE</span><br />
Zum ersten Mal seit meiner Verwandlung bin ich frei. Nicht länger an die Meerenge gekettet, kann ich meine Nymphengestalt annehmen und reisen, andere Küsten sehen, anderen Nymphen begegnen – Dinge tun, die mir vor dem Fluch nie möglich gewesen sind.<br />
<br />
Aber die Jahrhunderte sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aus dem unbeschwerten Mädchen ist eine vorsichtige, misstrauische Frau geworden. Ich habe gelernt, dass Schönheit nicht automatisch Liebe bedeutet. Dass Liebe zu Besitzgier werden kann, wenn man sie zurückweist. Dass Menschen sich Geschichten über Dinge ausdenken, die sie nicht verstehen. Und dass ein Monster manchmal nichts weiter ist als jemand, den niemand mehr als Person sehen wollte.<br />
<br />
Trotzdem ist die alte Scylla nicht ganz verschwunden. Ich liebe das Meer noch immer, liebe die Stille, bin noch immer neugierig genug, um einer Sache nachzugehen, die ich nicht verstehe. Manchmal, wenn ich mich sicher genug fühle, blitzt das Mädchen von früher wieder auf – für einen Moment, für ein Lachen.<br />
<br />
Aber tief in mir lebt auch das andere weiter. Wächst der Hunger, verändern sich zuerst meine Augen. Die sechs Stimmen werden lauter, drängender, und meine menschliche Gestalt wird schwerer zu halten. Irgendwann muss ich mich entscheiden: Gebe ich dem Hunger nach – oder beweise ich wieder, dass ich mehr bin als das, wozu die Welt mich einmal gemacht hat?<br />
<br />
Vielleicht kenne ich selbst die Antwort nicht. Ich bin keine der beiden Geschichten allein. Ich bin beide zugleich – die Tochter von Krataiis und Deimos, verraten von jemandem, den ich nie geliebt habe, gefürchtet von Generationen von Seeleuten, die nur meinen Namen kannten, nicht meine Geschichte.<br />
<br />
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten gehört mein Leben wieder mir allein. Und diesmal entscheide ich selbst, was ich damit mache.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Have you seen my dogs? They really wanna eat – I mean, meet you!"</span></span></span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[the woman who carried her name like burden]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=187</link>
			<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 20:56:59 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=75">Phrike</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=187</guid>
			<description><![CDATA[<div class="voo-gesuch-groupsrch">
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    <div class="voo-gesuch-charblock-title">Helena of troy</div>
   <div class="voo-gesuch-charblock-titlesmall">„I'm going to be free soon" She had a faraway look in her eyes as she spoke </div>
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<center>G Ö T T E R S P I E L B A L L</center><br />
Wer kennt sie nicht - die Geschichte um die schönste Frau ihrer Zeit, die Grund für den zehnjährigen Trojanischen Krieg war. Blut tränkte einst den sandigen Boden vor der Küste Trojas. Dunkelrot mischte sich mit dem salzigen Blau des Meeres. Der golden schimmernde Sand unter den Füßen gefallener Soldaten war nur noch ein Meer aus Schmutz und Rost. <br />
<br />
Schlachten wurden geschlagen, Wettkämpfe wurden um ihre Hand angehalten und in ihren jungen Jahren bereits mehr als einmal verschleppt, fand die junge Helena erst Ruhe, als man ihr Menelaos als Gatten zur Seite stellte. Ihr irdischer Vater band, auf Raten des Odysseus, jegliche ehemalige Anwerber seiner Tochter an ein stilles Versprechen, ihre Wahl und letztlich auch jene jegen jedermann zu verteidigen. Der Prinz von Mykene, ehelichte die damals noch sehr junge Frau, war sie doch kaum den Mädchenschuhen entwachsen - liebte sie ihn? Oder war es der jugendliche Leichtsinn, die prickelnde und nervöse Naivität einer jungen Frau, die in den starken Armen des grobschlächtigen Prinzen etwas wie Zuneigung fand. Durch ihre gemeinsame Vermählung wurde Helena Königin von Sparta. Nur wenige Monate später gebar sie die gemeinsame Tochter Hermione. <br />
<br />
Die Ankunft des trojanischen Prinzen, Paris, trieb dich letztlich in die Liebe der Leidenschaft, des Vergnügens und der berauschenden Sinne. Hinfort war sie aus ihren Gemächern verschwunden, ein leeres Bett zierte die seidenen Laken, während der mykenische Wind seine Brise durch das große Fenster trug. Es roch noch nach Mirabellen und einem Hauch Rose. Über das Meer tragend, wurde sie die Frau des Paris - eine weitere, trojanische Prinzessin. <br />
<br />
<i>Der blutige Grund für das Ende einer einst so stolzen Nation.</i> <br />
<br />
Die Griechen kamen mit einer Streitmacht an die Küsten Trojas, wie zuvor noch nie in der Geschichte eingegangen. Sie kämpften. Sie starben. Verluste gab es auf beiden Seiten. Und über Helena berichtete man, wie stoisch und mit erhobenem Hauptes sie dem trojanischen Volke beistand. Patroclus fiel. Hektor fiel. Ein hölzernes Pferd überlistete die Trojaner. Das Volk verbrannte zu Asche. Achilles überquerte die Brücke nach Elysium. Die Frauen versklavt und mitgenommen als Kriegsbeute und das fallen eines Säuglings, brannten sich wie Eisen in ihre Haut. Andromedachs Schrei immer noch in den Ohren hallend und sie über das weitere Meer, zurück nach Sparta tragend. <br />
<br />
Menelaos hielt sie gefangen - so erzählte man sich. Aber was, war die Wahrheit? Was eine Lüge? <i>Denn letztlich, hörte niemand, jener Frau zu, die Grund für all das Leid sein sollte.</i> <br />
<br />
Viele Jahre noch, soll sie in Sparta als Königin gelebt haben. Ihr Ende war jäh und grausam, erhängt an einem Baum durch die Witwe eines einst trojanischen Kriegers, beklagt von ihren Dienerinnen und betrauert von ihrer Tochter. <br />
<br />
<center>W I E D E R A U F E R S T E H U N G </center><br />
<i>Ein Strick um deinen Hals. Die große Weide, mit ihren peitschenden Ästen. Und die Wehklagen von Frauen in deinen Ohren, gefolgt von einem heiseren, schmerzhaften Schrei.</i><br />
<br />
Du reißt deine Iriden auf, das gleißende Licht der Sonne blendet dich augenblicklich während das Rauschen von Meereswellen zu einem tosenden Inferno in deinen Ohren wird. Ächzend richtest du dich auf, loser weicher Sand rieselt körnig von deinem Chiton ab, der lavendelfarbene Stoff am Saum der Füße zerrissen - als hätte pfeifender Wind ihn in viele kleine Risse zerteilt. <br />
<br />
<b>„Seid Ihr wohlauf?”</b> Eine fremde Stimme dringt an dein noch schwammiges Gehör, während du über deine Schulter zu dem alten gebrechlichen Mann blickst. Verwirrung spiegelt sich in deinen schönen Zügen wieder. Hörst ihn scharf einatmen, fast so, als würde er einen Geist sehen - oder eine Göttin. Deine Lippen bewegen sich, doch kein Wort möchte deine Kehle verlassen, spürst das trockene Gefühl und für einen Augenblick schäumt die Panik in dir auf, wie das Meer Wellen an der Küste schlägt. Erneut versuchst du es.<br />
<br />
<b>„Sagt, mein gnädiger Herr, wo bin ich?”</b> Nun scheint es die Verwirrung in seinem Gesicht zu sein, die dich allmählich auf die Füße bringt. Blinzelnd streifst du den losen Sand von deinem Gewand. Der Druck von Gewicht liegt auf deiner Seele, deinem Herzen. Eine Stimme in dir flüstert leise und doch kannst du ihr kein Gehör schenken, ist, als wäre eine Mauer zwischen euch. Vergeblich versuchst du dich daran zu erinnern, woher du gekommen bist. Wer du bist. <i>Helena.</i> Der Name rauscht wie ein Orkan durch deinen Körper, bringt dich zum Zittern und automatisch schlingen deine Arme sich um deinen Leib, obwohl die Morgenwärme deine Knochen wärmen sollte. <b>Herrin, das ist die lakonische Küste, nahe Spartas. Seid ihr über Bord gegangen?”</b> <br />
<br />
Zumindest wusstest du darauf eine Antwort. Das klare Nein, kraftvoll und sanft zugleich ließ den Mann hingebungsvoll nicken. Du folgst seiner Bewegung hoch der Küste entlang, wo Rauch von einer Hütter aufsteigt. Die Informationen, die er dir preisgibt, saugst du auf wie ein Meeresschwamm und die Erkenntnis darüber, dass etwas nicht stimmt, flammt in dir auf wie ein kleines Feuer, welches sich zu entzünden droht. Ein Name, mehr hast du nicht. Keine Erinnerungen, woher du kamst. Nur dass es dunkel und friedlich war, dein Name über die Lippen zahlreicher rollend während gleißendes Licht dich liebkoste und dann warst du hier. Am Strand.</div></div></div>
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<center>G Ö T T E R S P I E L B A L L</center><br />
Wer kennt sie nicht - die Geschichte um die schönste Frau ihrer Zeit, die Grund für den zehnjährigen Trojanischen Krieg war. Blut tränkte einst den sandigen Boden vor der Küste Trojas. Dunkelrot mischte sich mit dem salzigen Blau des Meeres. Der golden schimmernde Sand unter den Füßen gefallener Soldaten war nur noch ein Meer aus Schmutz und Rost. <br />
<br />
Schlachten wurden geschlagen, Wettkämpfe wurden um ihre Hand angehalten und in ihren jungen Jahren bereits mehr als einmal verschleppt, fand die junge Helena erst Ruhe, als man ihr Menelaos als Gatten zur Seite stellte. Ihr irdischer Vater band, auf Raten des Odysseus, jegliche ehemalige Anwerber seiner Tochter an ein stilles Versprechen, ihre Wahl und letztlich auch jene jegen jedermann zu verteidigen. Der Prinz von Mykene, ehelichte die damals noch sehr junge Frau, war sie doch kaum den Mädchenschuhen entwachsen - liebte sie ihn? Oder war es der jugendliche Leichtsinn, die prickelnde und nervöse Naivität einer jungen Frau, die in den starken Armen des grobschlächtigen Prinzen etwas wie Zuneigung fand. Durch ihre gemeinsame Vermählung wurde Helena Königin von Sparta. Nur wenige Monate später gebar sie die gemeinsame Tochter Hermione. <br />
<br />
Die Ankunft des trojanischen Prinzen, Paris, trieb dich letztlich in die Liebe der Leidenschaft, des Vergnügens und der berauschenden Sinne. Hinfort war sie aus ihren Gemächern verschwunden, ein leeres Bett zierte die seidenen Laken, während der mykenische Wind seine Brise durch das große Fenster trug. Es roch noch nach Mirabellen und einem Hauch Rose. Über das Meer tragend, wurde sie die Frau des Paris - eine weitere, trojanische Prinzessin. <br />
<br />
<i>Der blutige Grund für das Ende einer einst so stolzen Nation.</i> <br />
<br />
Die Griechen kamen mit einer Streitmacht an die Küsten Trojas, wie zuvor noch nie in der Geschichte eingegangen. Sie kämpften. Sie starben. Verluste gab es auf beiden Seiten. Und über Helena berichtete man, wie stoisch und mit erhobenem Hauptes sie dem trojanischen Volke beistand. Patroclus fiel. Hektor fiel. Ein hölzernes Pferd überlistete die Trojaner. Das Volk verbrannte zu Asche. Achilles überquerte die Brücke nach Elysium. Die Frauen versklavt und mitgenommen als Kriegsbeute und das fallen eines Säuglings, brannten sich wie Eisen in ihre Haut. Andromedachs Schrei immer noch in den Ohren hallend und sie über das weitere Meer, zurück nach Sparta tragend. <br />
<br />
Menelaos hielt sie gefangen - so erzählte man sich. Aber was, war die Wahrheit? Was eine Lüge? <i>Denn letztlich, hörte niemand, jener Frau zu, die Grund für all das Leid sein sollte.</i> <br />
<br />
Viele Jahre noch, soll sie in Sparta als Königin gelebt haben. Ihr Ende war jäh und grausam, erhängt an einem Baum durch die Witwe eines einst trojanischen Kriegers, beklagt von ihren Dienerinnen und betrauert von ihrer Tochter. <br />
<br />
<center>W I E D E R A U F E R S T E H U N G </center><br />
<i>Ein Strick um deinen Hals. Die große Weide, mit ihren peitschenden Ästen. Und die Wehklagen von Frauen in deinen Ohren, gefolgt von einem heiseren, schmerzhaften Schrei.</i><br />
<br />
Du reißt deine Iriden auf, das gleißende Licht der Sonne blendet dich augenblicklich während das Rauschen von Meereswellen zu einem tosenden Inferno in deinen Ohren wird. Ächzend richtest du dich auf, loser weicher Sand rieselt körnig von deinem Chiton ab, der lavendelfarbene Stoff am Saum der Füße zerrissen - als hätte pfeifender Wind ihn in viele kleine Risse zerteilt. <br />
<br />
<b>„Seid Ihr wohlauf?”</b> Eine fremde Stimme dringt an dein noch schwammiges Gehör, während du über deine Schulter zu dem alten gebrechlichen Mann blickst. Verwirrung spiegelt sich in deinen schönen Zügen wieder. Hörst ihn scharf einatmen, fast so, als würde er einen Geist sehen - oder eine Göttin. Deine Lippen bewegen sich, doch kein Wort möchte deine Kehle verlassen, spürst das trockene Gefühl und für einen Augenblick schäumt die Panik in dir auf, wie das Meer Wellen an der Küste schlägt. Erneut versuchst du es.<br />
<br />
<b>„Sagt, mein gnädiger Herr, wo bin ich?”</b> Nun scheint es die Verwirrung in seinem Gesicht zu sein, die dich allmählich auf die Füße bringt. Blinzelnd streifst du den losen Sand von deinem Gewand. Der Druck von Gewicht liegt auf deiner Seele, deinem Herzen. Eine Stimme in dir flüstert leise und doch kannst du ihr kein Gehör schenken, ist, als wäre eine Mauer zwischen euch. Vergeblich versuchst du dich daran zu erinnern, woher du gekommen bist. Wer du bist. <i>Helena.</i> Der Name rauscht wie ein Orkan durch deinen Körper, bringt dich zum Zittern und automatisch schlingen deine Arme sich um deinen Leib, obwohl die Morgenwärme deine Knochen wärmen sollte. <b>Herrin, das ist die lakonische Küste, nahe Spartas. Seid ihr über Bord gegangen?”</b> <br />
<br />
Zumindest wusstest du darauf eine Antwort. Das klare Nein, kraftvoll und sanft zugleich ließ den Mann hingebungsvoll nicken. Du folgst seiner Bewegung hoch der Küste entlang, wo Rauch von einer Hütter aufsteigt. Die Informationen, die er dir preisgibt, saugst du auf wie ein Meeresschwamm und die Erkenntnis darüber, dass etwas nicht stimmt, flammt in dir auf wie ein kleines Feuer, welches sich zu entzünden droht. Ein Name, mehr hast du nicht. Keine Erinnerungen, woher du kamst. Nur dass es dunkel und friedlich war, dein Name über die Lippen zahlreicher rollend während gleißendes Licht dich liebkoste und dann warst du hier. Am Strand.</div></div></div>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[don't go where I can't follow]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=183</link>
			<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 15:54:36 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=2">Hekate</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=183</guid>
			<description><![CDATA[<div class="voo-gesuch-groupsrch">
  <div class="voo-gesuch-header">don't go<br />where I can't follow<br />
  <div class="voo-gesuch-headersmall">Hero | Priesterin der Aphrodite</s></div>
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          <img src="https://i.pinimg.com/originals/3b/6e/c6/3b6ec653fd74f739cf2012aa7f309a05.gif" style="height: 130px; float: left; margin: 5px 15px 0px 0px; border: 5px; filter: grayscale(100%); opacity: 0.7;">Hero weiß nicht, wie sie hierhergekommen war. Sie erinnert sich an Dunkelheit. An Kälte. An das Gefühl, lange, so unendlich lange geschlafen zu haben; nur, um dann plötzlich wieder zu atmen. Die ersten Augenblicke nach ihrem Erwachen sind kaum mehr als ein Rauschen aus fremden Bildern, die sich doch so vertraut anfühlen: ein Ort, den sie nicht kennt, Stimmen, deren Gesichter ihr entgleiten, der Geruch von Wind und Salz. Manchmal glaubt sie, sich an einen Namen zu erinnern. An eine Hand, die einst die ihre gehalten hatte. An etwas, das sie verloren hat. Doch je mehr sie nach diesen Erinnerungen greift, desto schneller zerfallen sie. Nur eines bleibt: <i>Schuld</i>. Eine schwere, tiefe Schuld, die in ihr sitzt, als hätte sie sich längst in ihre Knochen gegraben und dort eingenistet. Sie weiß nicht, was sie getan hat. Nicht, wem sie etwas schuldig ist. Und doch ist da dieses bedrängende Gefühl, das sie nicht abschütteln kann: dass sie versagt hat. Dass sie jemanden im Stich gelassen hat. Dass etwas geschehen war, das niemals hätte geschehen dürfen. Sie hofft darauf, dass ihre Erinnerungen zurückkehren und eine Antwort mit sich bringen, die diese Bilder und Gefühle erklären können. Oder ihr zumindest zeigen, <i>wem</i> sie gegenüber eine solch starke Schuld empfindet.<br />
        </div>
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<br />
Man merkt, insbesondere das Ende der Beiden ist recht dramatisch (und traumatisierend) und als Hero sich nun wieder in der Welt der Lebenden wiederfindet, wird sie vor allem von Schuldgefühlen geplagt, von denen sie aber noch nicht weiß, woher sie rühren. Abgesehen von einer Selbsthilfegruppe und Therapiesitzung für kürzlich Wiedergekehrte könne Hero aber auch durchaus von Bekanntschaften profitieren, die ihr auf ihrem Weg helfen können. <img src="https://veilofolympus.de/images/smilies/blush.png" alt="Blush" title="Blush" class="smilie smilie_12" /><br />
        </div>
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</div>]]></description>
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  <div class="voo-gesuch-header">don't go<br />where I can't follow<br />
  <div class="voo-gesuch-headersmall">Hero | Priesterin der Aphrodite</s></div>
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          <img src="https://i.pinimg.com/originals/31/77/48/317748e2a87416f2a5f04fb1b707b72b.gif" style="height: 130px; float: right; margin: 5px 0px 0px 15px; border: 5px; filter: grayscale(100%); opacity: 0.7;">Helloooo ihr Süßen. <img src="https://veilofolympus.de/images/smilies/heart.png" alt="Heart" title="Heart" class="smilie smilie_16" /> Auch wenn ich sie schon bei ein paar von euch als Connection reingeworfen habe, stelle ich jetzt auch nochmal <b>Hero</b> vor. In ihrem früheren, ersten Leben war sie eine Priesterin der Aphrodite, die sich des Nachts immer heimlich mit ihrem Geliebten <i>Leander</i> traf, der für sie jede Nacht eine Meerenge durchschwamm, um sie zu sehen. Eines Nachts erlischt jedoch das Feuer, dass Hero als Orientierung für ihn entzündet und Leander ertrinkt in der Dunkelheit. Als Hero am nächsten Morgen seinen leblosen Körper am Ufer findet, stürzt sie sich aus Schuldgefühl und dem Schmerz über Leanders Verlust selbst in den Tod. <br />
<br />
Man merkt, insbesondere das Ende der Beiden ist recht dramatisch (und traumatisierend) und als Hero sich nun wieder in der Welt der Lebenden wiederfindet, wird sie vor allem von Schuldgefühlen geplagt, von denen sie aber noch nicht weiß, woher sie rühren. Abgesehen von einer Selbsthilfegruppe und Therapiesitzung für kürzlich Wiedergekehrte könne Hero aber auch durchaus von Bekanntschaften profitieren, die ihr auf ihrem Weg helfen können. <img src="https://veilofolympus.de/images/smilies/blush.png" alt="Blush" title="Blush" class="smilie smilie_12" /><br />
        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="voo-gesuch-footer"></div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Icarus is flying too close to the sun.]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=175</link>
			<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 22:48:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=32">Deimos</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=175</guid>
			<description><![CDATA[<center><link href="https://dl.dropbox.com/s/4p9ysbyhpows2r0/artificial%20love.css" rel="stylesheet"><div id="rartificiallove" style="width: 500px;"><div class="rbg" style="background: #fff"><div class="rimg" style="background-image: url(https://64.media.tumblr.com/81a02d005213a95cb763a4a9ae5950c3/tumblr_nsmq7iwHaV1rifq70o7_250.gif);border-color: #dadada;"></div><div class="rtitle" style="border-color: #dadada; color: #000;"><div class="ralign"><b style="color: #c3935f;">IKARUS</b>THE FALLEN BOY</div></div><div class="rtxt" style="border-color: #dadada; color: #000;">
Ikarus erwacht mit dem irritierenden Gefühl, dass etwas fehlt.<br />
Und dennoch funktioniert die Welt für ihn erstaunlich selbstverständlich, nur er selbst tut es eben nicht. <br />
<br />
Denn da ist dieser Name: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ikarus.</span><br />
Er weiß, dass er ihm gehört.<br />
Er weiß nur nicht, warum.<br />
<br />
Keine Erinnerung führt zurück zu einem Zuhause, keinem Gesicht lässt sich ein Name zuordnen, kein einzelner Augenblick verrät ihm, wer er gewesen ist, bevor er die Augen wieder aufschlug. Er weiß nicht, wer seine Eltern sind, wo er geboren wurde oder ob irgendwo jemand auf ihn wartet. Seine Vergangenheit ist keine verschwommene Erinnerung, sondern eine vollkommen weiße Fläche. Und zunächst kommt er erstaunlich gut damit zurecht. Er füllt diese weiße Fläche: Mit Menschen, Fragen, Neugier, und einer ausgesprochen fragwürdigen Menge an schlechten Entscheidungen. Ikarus ist frech, impulsiv und besitzt diesen speziellen Charme, der irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und völliger Ahnungslosigkeit liegt. Er denkt schnell, handelt schneller. Gefahr ist für ihn weniger ein Grund zurückzuweichen als eine Einladung, genauer hinzusehen. Er ist neugierig auf alles, was ihm fremd ist, und leider ist ihm zunächst ziemlich viel fremd. Dabei ist er keineswegs dumm. Im Gegenteil: Ikarus kann scharfsinnig, aufmerksam und überraschend intuitiv sein. Nur fehlt ihm jede Vorstellung davon, welche Erfahrungen hinter diesen Instinkten stehen. <br />
<br />
Manchmal weiß er Dinge, die er nicht wissen dürfte. Manchmal reagiert er auf etwas, bevor er überhaupt verstanden hat, warum. Eine Bewegung, ein Geruch, ein bestimmter Tonfall, und plötzlich ist da etwas in ihm, das schneller erinnert als sein Kopf. Denn seine Vergangenheit kehrt nicht zurück. Sie <i>stürzt</i> auf ihn herab. Ein Bild, ohne Zusammenhang. Eine Stimme, die er kennt, obwohl er sie nicht kennen kann. Hände voller Federn. Das Gefühl von Wind unter den Füßen. Ein Name, der plötzlich auf der Zunge liegt, bevor er weiß, wem er gehört. Und manchmal ist es schlimmer. Ein Moment, in dem die Welt um ihn herum verschwindet und für einen Herzschlag etwas anderes an ihre Stelle tritt: blauer Himmel. Hitze. Panik. Ein Fall. Dann ist es vorbei. Ikarus bleibt zurück mit einem Gefühl, das sich nicht erklären lässt und einer Erinnerung, die sich anfühlt, als wäre sie ihm aus einem fremden Leben gestohlen worden. <br />
<br />
Denn irgendwo existiert bereits eine Geschichte über ihn. Eine Geschichte von Kreta und Daidalos, von einem Labyrinth und einer Flucht, von Flügeln aus Federn und Wachs und einem Jungen, der glaubte, dem Himmel näherkommen zu können, ohne dafür bezahlen zu müssen. Eine Geschichte, die seinen Namen unsterblich gemacht hat, während sein eigenes Leben längst hätte vergessen sein sollen. Ikarus kennt diese Geschichte nicht. <i>Noch nicht.</i><br />
</div><div class="robs" style="border-color: #dadada; color: #8a8a8a;"><div class="ralign">Vera</div></div><div class="rimg" style="border-color: #dadada; background-image: url(https://64.media.tumblr.com/f7ac012c8f10e93435bf637fc63a4811/tumblr_nsmq7iwHaV1rifq70o4_250.gif);"></div></div></div></center>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><link href="https://dl.dropbox.com/s/4p9ysbyhpows2r0/artificial%20love.css" rel="stylesheet"><div id="rartificiallove" style="width: 500px;"><div class="rbg" style="background: #fff"><div class="rimg" style="background-image: url(https://64.media.tumblr.com/81a02d005213a95cb763a4a9ae5950c3/tumblr_nsmq7iwHaV1rifq70o7_250.gif);border-color: #dadada;"></div><div class="rtitle" style="border-color: #dadada; color: #000;"><div class="ralign"><b style="color: #c3935f;">IKARUS</b>THE FALLEN BOY</div></div><div class="rtxt" style="border-color: #dadada; color: #000;">
Ikarus erwacht mit dem irritierenden Gefühl, dass etwas fehlt.<br />
Und dennoch funktioniert die Welt für ihn erstaunlich selbstverständlich, nur er selbst tut es eben nicht. <br />
<br />
Denn da ist dieser Name: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ikarus.</span><br />
Er weiß, dass er ihm gehört.<br />
Er weiß nur nicht, warum.<br />
<br />
Keine Erinnerung führt zurück zu einem Zuhause, keinem Gesicht lässt sich ein Name zuordnen, kein einzelner Augenblick verrät ihm, wer er gewesen ist, bevor er die Augen wieder aufschlug. Er weiß nicht, wer seine Eltern sind, wo er geboren wurde oder ob irgendwo jemand auf ihn wartet. Seine Vergangenheit ist keine verschwommene Erinnerung, sondern eine vollkommen weiße Fläche. Und zunächst kommt er erstaunlich gut damit zurecht. Er füllt diese weiße Fläche: Mit Menschen, Fragen, Neugier, und einer ausgesprochen fragwürdigen Menge an schlechten Entscheidungen. Ikarus ist frech, impulsiv und besitzt diesen speziellen Charme, der irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und völliger Ahnungslosigkeit liegt. Er denkt schnell, handelt schneller. Gefahr ist für ihn weniger ein Grund zurückzuweichen als eine Einladung, genauer hinzusehen. Er ist neugierig auf alles, was ihm fremd ist, und leider ist ihm zunächst ziemlich viel fremd. Dabei ist er keineswegs dumm. Im Gegenteil: Ikarus kann scharfsinnig, aufmerksam und überraschend intuitiv sein. Nur fehlt ihm jede Vorstellung davon, welche Erfahrungen hinter diesen Instinkten stehen. <br />
<br />
Manchmal weiß er Dinge, die er nicht wissen dürfte. Manchmal reagiert er auf etwas, bevor er überhaupt verstanden hat, warum. Eine Bewegung, ein Geruch, ein bestimmter Tonfall, und plötzlich ist da etwas in ihm, das schneller erinnert als sein Kopf. Denn seine Vergangenheit kehrt nicht zurück. Sie <i>stürzt</i> auf ihn herab. Ein Bild, ohne Zusammenhang. Eine Stimme, die er kennt, obwohl er sie nicht kennen kann. Hände voller Federn. Das Gefühl von Wind unter den Füßen. Ein Name, der plötzlich auf der Zunge liegt, bevor er weiß, wem er gehört. Und manchmal ist es schlimmer. Ein Moment, in dem die Welt um ihn herum verschwindet und für einen Herzschlag etwas anderes an ihre Stelle tritt: blauer Himmel. Hitze. Panik. Ein Fall. Dann ist es vorbei. Ikarus bleibt zurück mit einem Gefühl, das sich nicht erklären lässt und einer Erinnerung, die sich anfühlt, als wäre sie ihm aus einem fremden Leben gestohlen worden. <br />
<br />
Denn irgendwo existiert bereits eine Geschichte über ihn. Eine Geschichte von Kreta und Daidalos, von einem Labyrinth und einer Flucht, von Flügeln aus Federn und Wachs und einem Jungen, der glaubte, dem Himmel näherkommen zu können, ohne dafür bezahlen zu müssen. Eine Geschichte, die seinen Namen unsterblich gemacht hat, während sein eigenes Leben längst hätte vergessen sein sollen. Ikarus kennt diese Geschichte nicht. <i>Noch nicht.</i><br />
</div><div class="robs" style="border-color: #dadada; color: #8a8a8a;"><div class="ralign">Vera</div></div><div class="rimg" style="border-color: #dadada; background-image: url(https://64.media.tumblr.com/f7ac012c8f10e93435bf637fc63a4811/tumblr_nsmq7iwHaV1rifq70o4_250.gif);"></div></div></div></center>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[the wandering king || Odysseus]]></title>
			<link>https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=170</link>
			<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 17:47:35 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://veilofolympus.de/member.php?action=profile&uid=68">Ares</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://veilofolympus.de/showthread.php?tid=170</guid>
			<description><![CDATA[<div class="voo-postheader-split"> <div class="voo-postheader-left"> <img src="https://imgur.com/zb8QQ39.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: zb8QQ39.gif]" class="mycode_img" /> </div> <div class="voo-postheader-center"> <div class="voo-postheader-center-title"> Odysseus von Ithaka</div> <div class="voo-postheader-center-meta"> they say he was a king —a wandering soul</div> </div> <div class="voo-postheader-right"><img src="https://i.imgur.com/PbFmJXv.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: PbFmJXv.gif]" class="mycode_img" /> </div></div><div class="voo-postheader-ornament"> <div class="voo-postheader-ornament-title">‎ </div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><div class="voo-postheader-ornament-meta"> Die Idee: </div>
Die Geschichte von Odysseus, dem König von Ithaka, ist kaum mehr als ein winziger Fleck im großen Zeitgefüge. 65 Jahre verblassen im Angesicht der Unsterblichkeit. Und dennoch ist es nicht abzustreiten, dass diese 65 Jahre nicht so schnell zu vergessen sind. Außer für Odysseus selbst, aber dazu kommen wir später: <br />
<br />
Nach dem trojanischen Krieg, der von den Griechen durch Götterhilfe und ein hölzernes Pferd gewonnen werden konnte, macht sich Odysseus auf den Weg nach Hause. Eine Irrfahrt, die genau so lange dauern soll, wie der Krieg selbst. Mehrere verhängnisvolle Zwischenstopps auf verschiedenen Inseln, auf denen Odysseus große Teile seiner Mannschaft verliert, und durch einen Sturm heillos vom Kurs abgekommen später, schaffen es die verbliebenen Männer auf die Insel <i>Aiaia</i> auf der Odysseus von der Zauberin <b>Kirke</b> erfährt, dass er den Rat des <b>Teiresias</b> braucht um den Weg nach Hause zu finden. Um mit dem blinden Propheten zu sprechen jedoch, muss Odysseus so nah an die Unterwelt, wie kaum ein lebendiger Mensch zuvor.<br />
<br />
Er reist ans Ende der bekannten Welt, zum Volk der <i>Kimmerier</i>, wo der Fluss des <b>Okeanos</b> in die Unterwelt führt und öffnet ein Tor zum <i>Hades</i> um an die Informationen zu kommen, die er braucht. Als sie den unheilvollen Boden jedoch verlassen, ahnt Odysseus noch nicht, dass er einen Teil von sich selbst dort zurücklässt. Denn die Unterwelt lässt selten los, was sie einmal in ihrem Griff hatte.<br />
<br />
Die Reise dauert noch viele weitere Jahre und am Ende kehrt Odysseus als einziger Überlebender nach Ithaka zurück. Es gelingt ihm sein Heim zurückzuerobern und er lebt noch gut zehn weitere Jahre, ehe ihn der Tod endlich vollkommen einholt.<br />
<br />
Die Jahre vergehen, auf der Erde beginnen sich die Menschen von den Göttern abzuwenden, aber Odysseus weiß davon nichts. Der König ist nur eine von vielen Seelen in der Unterwelt. Und dann ist da ein <i>Riss</i> und plötzlich findet sich Odysseus auf eben jenem Boden aus schwarzem Sand wieder, auf dem er vor all der Zeit mit Teiresias sprach. Nur weiß er davon nichts mehr. Er weiß nur noch sehr wenig von seinem Leben. Weder sein Name, noch seine Irrfahrt bleiben ihm erhalten. Er weiß, dass er in einem großen Krieg gekämpft hat. Er weiß, dass er nach Hause möchte. Und er weiß, dass er eine Verbindung zu dem Gott <b>Poseidon</b> pflegt. Daran, dass diese Verbindung damals, während seines ersten Lebens, keine positive war, erinnert er sich nicht.<br />
<br />
Das Ende der Welt ist ein trostloser, lebensunfreundlicher Ort. Odysseus muss hier fort. Also legt er seine Hoffnung auf die vermeintliche Verbindung zu Poseidon und ruft den Gott des Meeres an, ihm zu helfen — und ab da, beginnt eine neue Irrfahrt. Dieses Mal ist es nicht sein Zuhause, das Odysseus sucht, sondern sich selbst.<br/><br/><br />
<div class="voo-postheader-ornament-meta">Anmerkungen: </div>
<br />
So, wie ich Jas halbwegs versprochen hatte, hier nun also die Vorstellung zu Odysseus (fc: Ian Bohen). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob meine Idee ausführbar ist, da sich der Ort an dem ich ihn gerne aus der Unterwelt entkommen lassen würde technisch gesehen nicht zu Griechenland gehört —  ich dachte mir, ich versuche es mal, da es ja dennoch teil der griechisch-mythologischen Welt ist — aber sollte das nicht möglich sein, gibt es noch andere Orte, an denen ich ihn auftauchen lassen könnte.Mit Bunny habe ich bezüglich der Poseidon Idee schon geschrieben und auch Athene wurde schon etwas in die Idee mit eingebunden, aber ich bin für alles Offen, was man Odysseus so vorwerfen wird. Er wird sich anfangs nicht mit seinem richtigen Namen vorstellen, da er sich nicht an diesen erinnert (tatsächlich soll das ganze eine kleine Anspielung auf die "Mein Name ist Niemand" Sache werden, aber da muss ich selbst noch ein wenig genauer drüber nachdenken, also kann ich den Namen den er Anfangs benutzen wird erst mal nicht in den Raum werfen. Aber der Plan ist es auf jeden Fall, dass er sich irgendwann an seine wahre Identität erinnern kann. Vielleicht muss er seine Reise einfach noch mal machen... diesmal Rückwerts ganz getreu dem Motto: <i>"Spielt den selben Song noch mal!"</i><br />
<br />
<br />
<br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="voo-postheader-split"> <div class="voo-postheader-left"> <img src="https://imgur.com/zb8QQ39.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: zb8QQ39.gif]" class="mycode_img" /> </div> <div class="voo-postheader-center"> <div class="voo-postheader-center-title"> Odysseus von Ithaka</div> <div class="voo-postheader-center-meta"> they say he was a king —a wandering soul</div> </div> <div class="voo-postheader-right"><img src="https://i.imgur.com/PbFmJXv.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: PbFmJXv.gif]" class="mycode_img" /> </div></div><div class="voo-postheader-ornament"> <div class="voo-postheader-ornament-title">‎ </div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><div class="voo-postheader-ornament-meta"> Die Idee: </div>
Die Geschichte von Odysseus, dem König von Ithaka, ist kaum mehr als ein winziger Fleck im großen Zeitgefüge. 65 Jahre verblassen im Angesicht der Unsterblichkeit. Und dennoch ist es nicht abzustreiten, dass diese 65 Jahre nicht so schnell zu vergessen sind. Außer für Odysseus selbst, aber dazu kommen wir später: <br />
<br />
Nach dem trojanischen Krieg, der von den Griechen durch Götterhilfe und ein hölzernes Pferd gewonnen werden konnte, macht sich Odysseus auf den Weg nach Hause. Eine Irrfahrt, die genau so lange dauern soll, wie der Krieg selbst. Mehrere verhängnisvolle Zwischenstopps auf verschiedenen Inseln, auf denen Odysseus große Teile seiner Mannschaft verliert, und durch einen Sturm heillos vom Kurs abgekommen später, schaffen es die verbliebenen Männer auf die Insel <i>Aiaia</i> auf der Odysseus von der Zauberin <b>Kirke</b> erfährt, dass er den Rat des <b>Teiresias</b> braucht um den Weg nach Hause zu finden. Um mit dem blinden Propheten zu sprechen jedoch, muss Odysseus so nah an die Unterwelt, wie kaum ein lebendiger Mensch zuvor.<br />
<br />
Er reist ans Ende der bekannten Welt, zum Volk der <i>Kimmerier</i>, wo der Fluss des <b>Okeanos</b> in die Unterwelt führt und öffnet ein Tor zum <i>Hades</i> um an die Informationen zu kommen, die er braucht. Als sie den unheilvollen Boden jedoch verlassen, ahnt Odysseus noch nicht, dass er einen Teil von sich selbst dort zurücklässt. Denn die Unterwelt lässt selten los, was sie einmal in ihrem Griff hatte.<br />
<br />
Die Reise dauert noch viele weitere Jahre und am Ende kehrt Odysseus als einziger Überlebender nach Ithaka zurück. Es gelingt ihm sein Heim zurückzuerobern und er lebt noch gut zehn weitere Jahre, ehe ihn der Tod endlich vollkommen einholt.<br />
<br />
Die Jahre vergehen, auf der Erde beginnen sich die Menschen von den Göttern abzuwenden, aber Odysseus weiß davon nichts. Der König ist nur eine von vielen Seelen in der Unterwelt. Und dann ist da ein <i>Riss</i> und plötzlich findet sich Odysseus auf eben jenem Boden aus schwarzem Sand wieder, auf dem er vor all der Zeit mit Teiresias sprach. Nur weiß er davon nichts mehr. Er weiß nur noch sehr wenig von seinem Leben. Weder sein Name, noch seine Irrfahrt bleiben ihm erhalten. Er weiß, dass er in einem großen Krieg gekämpft hat. Er weiß, dass er nach Hause möchte. Und er weiß, dass er eine Verbindung zu dem Gott <b>Poseidon</b> pflegt. Daran, dass diese Verbindung damals, während seines ersten Lebens, keine positive war, erinnert er sich nicht.<br />
<br />
Das Ende der Welt ist ein trostloser, lebensunfreundlicher Ort. Odysseus muss hier fort. Also legt er seine Hoffnung auf die vermeintliche Verbindung zu Poseidon und ruft den Gott des Meeres an, ihm zu helfen — und ab da, beginnt eine neue Irrfahrt. Dieses Mal ist es nicht sein Zuhause, das Odysseus sucht, sondern sich selbst.<br/><br/><br />
<div class="voo-postheader-ornament-meta">Anmerkungen: </div>
<br />
So, wie ich Jas halbwegs versprochen hatte, hier nun also die Vorstellung zu Odysseus (fc: Ian Bohen). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob meine Idee ausführbar ist, da sich der Ort an dem ich ihn gerne aus der Unterwelt entkommen lassen würde technisch gesehen nicht zu Griechenland gehört —  ich dachte mir, ich versuche es mal, da es ja dennoch teil der griechisch-mythologischen Welt ist — aber sollte das nicht möglich sein, gibt es noch andere Orte, an denen ich ihn auftauchen lassen könnte.Mit Bunny habe ich bezüglich der Poseidon Idee schon geschrieben und auch Athene wurde schon etwas in die Idee mit eingebunden, aber ich bin für alles Offen, was man Odysseus so vorwerfen wird. Er wird sich anfangs nicht mit seinem richtigen Namen vorstellen, da er sich nicht an diesen erinnert (tatsächlich soll das ganze eine kleine Anspielung auf die "Mein Name ist Niemand" Sache werden, aber da muss ich selbst noch ein wenig genauer drüber nachdenken, also kann ich den Namen den er Anfangs benutzen wird erst mal nicht in den Raum werfen. Aber der Plan ist es auf jeden Fall, dass er sich irgendwann an seine wahre Identität erinnern kann. Vielleicht muss er seine Reise einfach noch mal machen... diesmal Rückwerts ganz getreu dem Motto: <i>"Spielt den selben Song noch mal!"</i><br />
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</div></div>]]></content:encoded>
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