IKARUSTHE FALLEN BOY
Ikarus erwacht mit dem irritierenden Gefühl, dass etwas fehlt.
Und dennoch funktioniert die Welt für ihn erstaunlich selbstverständlich, nur er selbst tut es eben nicht.
Denn da ist dieser Name: Ikarus.
Er weiß, dass er ihm gehört.
Er weiß nur nicht, warum.
Keine Erinnerung führt zurück zu einem Zuhause, keinem Gesicht lässt sich ein Name zuordnen, kein einzelner Augenblick verrät ihm, wer er gewesen ist, bevor er die Augen wieder aufschlug. Er weiß nicht, wer seine Eltern sind, wo er geboren wurde oder ob irgendwo jemand auf ihn wartet. Seine Vergangenheit ist keine verschwommene Erinnerung, sondern eine vollkommen weiße Fläche. Und zunächst kommt er erstaunlich gut damit zurecht. Er füllt diese weiße Fläche: Mit Menschen, Fragen, Neugier, und einer ausgesprochen fragwürdigen Menge an schlechten Entscheidungen. Ikarus ist frech, impulsiv und besitzt diesen speziellen Charme, der irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und völliger Ahnungslosigkeit liegt. Er denkt schnell, handelt schneller. Gefahr ist für ihn weniger ein Grund zurückzuweichen als eine Einladung, genauer hinzusehen. Er ist neugierig auf alles, was ihm fremd ist, und leider ist ihm zunächst ziemlich viel fremd. Dabei ist er keineswegs dumm. Im Gegenteil: Ikarus kann scharfsinnig, aufmerksam und überraschend intuitiv sein. Nur fehlt ihm jede Vorstellung davon, welche Erfahrungen hinter diesen Instinkten stehen.
Manchmal weiß er Dinge, die er nicht wissen dürfte. Manchmal reagiert er auf etwas, bevor er überhaupt verstanden hat, warum. Eine Bewegung, ein Geruch, ein bestimmter Tonfall, und plötzlich ist da etwas in ihm, das schneller erinnert als sein Kopf. Denn seine Vergangenheit kehrt nicht zurück. Sie stürzt auf ihn herab. Ein Bild, ohne Zusammenhang. Eine Stimme, die er kennt, obwohl er sie nicht kennen kann. Hände voller Federn. Das Gefühl von Wind unter den Füßen. Ein Name, der plötzlich auf der Zunge liegt, bevor er weiß, wem er gehört. Und manchmal ist es schlimmer. Ein Moment, in dem die Welt um ihn herum verschwindet und für einen Herzschlag etwas anderes an ihre Stelle tritt: blauer Himmel. Hitze. Panik. Ein Fall. Dann ist es vorbei. Ikarus bleibt zurück mit einem Gefühl, das sich nicht erklären lässt und einer Erinnerung, die sich anfühlt, als wäre sie ihm aus einem fremden Leben gestohlen worden.
Denn irgendwo existiert bereits eine Geschichte über ihn. Eine Geschichte von Kreta und Daidalos, von einem Labyrinth und einer Flucht, von Flügeln aus Federn und Wachs und einem Jungen, der glaubte, dem Himmel näherkommen zu können, ohne dafür bezahlen zu müssen. Eine Geschichte, die seinen Namen unsterblich gemacht hat, während sein eigenes Leben längst hätte vergessen sein sollen. Ikarus kennt diese Geschichte nicht. Noch nicht.
Und dennoch funktioniert die Welt für ihn erstaunlich selbstverständlich, nur er selbst tut es eben nicht.
Denn da ist dieser Name: Ikarus.
Er weiß, dass er ihm gehört.
Er weiß nur nicht, warum.
Keine Erinnerung führt zurück zu einem Zuhause, keinem Gesicht lässt sich ein Name zuordnen, kein einzelner Augenblick verrät ihm, wer er gewesen ist, bevor er die Augen wieder aufschlug. Er weiß nicht, wer seine Eltern sind, wo er geboren wurde oder ob irgendwo jemand auf ihn wartet. Seine Vergangenheit ist keine verschwommene Erinnerung, sondern eine vollkommen weiße Fläche. Und zunächst kommt er erstaunlich gut damit zurecht. Er füllt diese weiße Fläche: Mit Menschen, Fragen, Neugier, und einer ausgesprochen fragwürdigen Menge an schlechten Entscheidungen. Ikarus ist frech, impulsiv und besitzt diesen speziellen Charme, der irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und völliger Ahnungslosigkeit liegt. Er denkt schnell, handelt schneller. Gefahr ist für ihn weniger ein Grund zurückzuweichen als eine Einladung, genauer hinzusehen. Er ist neugierig auf alles, was ihm fremd ist, und leider ist ihm zunächst ziemlich viel fremd. Dabei ist er keineswegs dumm. Im Gegenteil: Ikarus kann scharfsinnig, aufmerksam und überraschend intuitiv sein. Nur fehlt ihm jede Vorstellung davon, welche Erfahrungen hinter diesen Instinkten stehen.
Manchmal weiß er Dinge, die er nicht wissen dürfte. Manchmal reagiert er auf etwas, bevor er überhaupt verstanden hat, warum. Eine Bewegung, ein Geruch, ein bestimmter Tonfall, und plötzlich ist da etwas in ihm, das schneller erinnert als sein Kopf. Denn seine Vergangenheit kehrt nicht zurück. Sie stürzt auf ihn herab. Ein Bild, ohne Zusammenhang. Eine Stimme, die er kennt, obwohl er sie nicht kennen kann. Hände voller Federn. Das Gefühl von Wind unter den Füßen. Ein Name, der plötzlich auf der Zunge liegt, bevor er weiß, wem er gehört. Und manchmal ist es schlimmer. Ein Moment, in dem die Welt um ihn herum verschwindet und für einen Herzschlag etwas anderes an ihre Stelle tritt: blauer Himmel. Hitze. Panik. Ein Fall. Dann ist es vorbei. Ikarus bleibt zurück mit einem Gefühl, das sich nicht erklären lässt und einer Erinnerung, die sich anfühlt, als wäre sie ihm aus einem fremden Leben gestohlen worden.
Denn irgendwo existiert bereits eine Geschichte über ihn. Eine Geschichte von Kreta und Daidalos, von einem Labyrinth und einer Flucht, von Flügeln aus Federn und Wachs und einem Jungen, der glaubte, dem Himmel näherkommen zu können, ohne dafür bezahlen zu müssen. Eine Geschichte, die seinen Namen unsterblich gemacht hat, während sein eigenes Leben längst hätte vergessen sein sollen. Ikarus kennt diese Geschichte nicht. Noch nicht.
Vera

Ich finde es ganz wunderbar, dass du dich Ikaros annehmen willst, weil ich seine Story persönlich auch total gerne mag. Und auch die Art und Weise, wie die Erinnerungen wieder zu ihm zurückkommen, gefällt mir sehr gut! Von Teamseite ist daher alles fein. Als Anschluss könnte ich dir von göttlicher Seite aus Zephyros anbieten, der mit seinen Winden ja durchaus eine Verbindung zu ihm hat und als Charakter ist er auch neugierig genug, sich den Jungen mal anzuschauen (auch wenn er ihn nicht erkennt). Ansonsten würde ich dir als Leidensgenossin gerne Hero anbieten, wenn du möchtest. Heros Lebensende ist ähnlich dramatisch, da sie sich von einem Turm auf steilen Klippen in den Tod gestürzt hat, nachdem sie ihren ertrunkenen Geliebten gefunden hat. Und jetzt taucht sie plötzlich auch wieder ganz verwirrt und mit Erinnerungen an Wasser und tosende Wellen wieder zurück. Vielleicht laufen sich die Beiden ja mal über den Weg
Du hattest ihn zwar gar nicht mit angeboten, aber gerade das Licht-/Sonnenmotiv bei Ikaros finde ich einfach zu passend, um es nicht zumindest mal in den Raum zu werfen. Würde aber bei allem gar nicht groß vorplanen, sondern einfach schauen, was sich im Ingame ergibt und wo die jeweiligen Dynamiken hinwollen. Ich hätte auf jeden Fall Lust, da ein bisschen rumzuprobieren!
